Mittwoch, 5. Juli 2017

Katzen lieben


Unser Anime-Wurf bei den Thüringer Sintharis


Lady hat es dieses Mal spannend gemacht und ließ uns warten. Meistens kommen die Kätzchen am 65.+/-2 Tage zur Welt und Tag 70 kann für die Kleinen schon kritisch werden. Aber Lady war froh und munter und fraß auch ausgezeichnet, so dass wir uns einfach in Geduld übten.

Lady noch mit Babybauch

Am 69.Tag zeigte dann ihr Verhalten, dass es wohl bald so weit sein würde. Sie ließ mich ab mittags nicht mehr aus den Augen und lockte mich immer wieder zu ihrer Wurfkiste, die sie fleißig umgrub.
Auch ihr Gesäuge wurde im Lauf der Tages fühlbar praller.

Kurz vor 8 Uhr abends hatte sie dann die ersten sichtbaren Wehen, die noch unregelmäßg und leicht waren. Nachdem Viertel nach Neun das erste Fruchtwasser abging, wurden die Wehen nach und nach stärker und um kurz nach 10 Uhr war das erste weiße Katzenkind geboren. Auf unsere routinierte Katzenmutter Lady, es ist ihr dritter Wurf, konnte ich mich verlassen und so saß ich nur neben ihrer Wurfkiste und schaute zu.

Unser Anime-Wurf

Noch drei weitere Kätzchen folgten und um kurz vor Mitternacht lagen vier sauber geputzte und kräftige Katzenkinder im Nest und tranken bei ihrer zufriedenen Mutter.

Farblich hatte sich unser Yuki durchgesetzt, so dass alle drei Mädels weiß sind. Nur das einzige Katerchen in schwarz-grau getigert. Sehr praktisch ist, dass man die weißen Katzenbabys durch kleine schwarze Flecken auf dem Kopf unterscheiden kann.


Elric

Katara

Mikasa

Miki

Auch schon wieder 3 Wochen alt

Wer hätte das vor nicht ganz sieben Jahren gedacht, als unser Avatar-Wurf zur Welt kam? Wir sind mit unseren Würfen nun ein mal durchs Alphabet und haben dabei keinen Buchstaben ausgelassen. Nun sind die Z-chen, die nach Charakteren aus dem Spiel rund um Zelda benannt wurden, bereits drei Wochen alt.

Nayru, Talon, Saria, Navi und Anju (v.l.n.r.) sind 21 Tage alt


Navi, Nayru, Anju, Saria und Talon fangen jetzt auch an, die Welt zu entdecken. Genau mit drei Wochen hat Dalila begonnen, die gurrend aus der Wurfkiste zu locken. Aber nach kurzen Ausflügen im Halbmeterumkreis suchen alle schnell wieder die Sicherheit ihres bekannten Nestes.


Navi und Nayru

In diesen sieben Jahren habe ich viel Schönes erlebt, dass ich nicht missen möchte, aber auch manches Trauriges, viele Spannendes, hin und wieder auch Aufregung, Ärger und Frust. Aber im Großen und Ganzen ist es eine positive Bilanz. Vor allem die Entwicklung unserer tollen Rasse ist es wert, sich auf das Positive zu konzentrieren, aus dem Negativen zu lernen und motiviert dranzubleiben.

Navi (3 Wochen alt)

Aber vor allem die Freude an den Katzen und den Katzenkindern ist es, die mich immer wieder aufbauen, wenn es mal nicht so schön läuft. Mir geht das Herz auf, wenn kleine Katzenkinder wie derzeit Navi schon mit drei Wochen piepsend auf einen zu wackeln und den Kontakt suchen. Wenn sie in der Regel gesund aufwachsen und später ihre neuen Besitzer genauso glücklich machen wie mich.

Auch die Entwicklung der Rasse freut mich sehr. Die Zahl der Züchter wächst und es gibt wohl kaum eine Rasse, bei der so viel Wert auf die Gesundheit der Zuchttiere gelegt wird. Es gibt auch bei sorgfältiger Betrachtung keine Hinweise auf Probleme durch erbliche Krankheiten, das Aussehen der Katzen auch aus verschiedenen Zuchten wird immer einheitlicher und die Begeisterung bei den Liebhabern ist groß.

Dienstag, 6. September 2016

Europäisch Kurzhaar - eine Rasse?



Eife's Aniki Forfrysning, Europäer in black silver tabby spotted


Immer wieder werde ich verwundert gefragt, warum ich bis nach Dänemark gefahren bin, um ein Europäisch Kurzhaarkätzchen zu kaufen. Schließlich kann man Kurzhaarkätzchen teilweise sogar geschenkt bekommen und in Tierheimen warten ständig Katzen auf ein schönes Zuhause. Dabei ist den wenigsten klar, dass die Rasse "Europäer" eine der seltensten Katzenrassen überhaupt ist und in Deutschland nicht gezüchtet wird. Vielleicht hilft dieser Beitrag etwas über diese wirklich sehr schönen Katzen aufzuklären.


Europäisch Kurzhaar (1942)


Die Europäisch Kurzhaar, bei der Fife als Europäer und in der WCF als Keltisch Kurzhaar bezeichnet, ist eine Rasse, die aus der gezielten Zucht der in Europa ursprünglich vorkommenden Hauskatzen entstanden ist. Anders als die heutigen Hauskatzen, bei denen es nicht selten ist, dass sie Katzen unterschiedlichster Rassen unter ihren Vorfahren haben, wurden die Europäer gezielt freigehalten von Einkreuzungen von Fremdrassen. Bereits vor ihrer Anerkennung 1949 bei der Fife wurde sie in mehreren Ländern rein gezüchtet - in Finnland bereits am Ende des 19.Jahrhundert und in Deutschland seit Gründung der ersten Katzenzuchtvereine.


Europäisch Kurzhaar (1942)


1949 wurden sie zusammen mit der Britischen und der Amerikanischen Kurzhaarkatze als eine gemeinsame Rasse bei der Fife anerkannt. Da sich die Katzen in Großbritannien und den USA durch Einkreuzung von anderen Rassen, vor allem von Persern, immer deutlicher von den ursprünglichen europäischen Kurzhaarkatzen unterschied, erhielt die Europäisch Kurzhaar auf Anregung von französischen Züchtern 1982 einen eigenen Standard und wird seitdem völlig unabhängig von der Britisch Kurzhaar und der Amerikanischen Kurzhaar gezüchtet.


Eife's Go for Gin, Europäer in black tabby spotted

Da den Züchtern die Reinheit der Europäisch Kurzhaar wichtig war und ist, und die Rasse auch so erhalten werden soll, ist dies sogar ausdrücklich im Standard erwähnt:
Es wird vorausgesetzt, dass die „ideale“ Europäer Katze vollstandig frei von Einkreuzungen anderer Rassen ist. Die Zucht soll daruaf basieren, einen Körpertyp zu festigen, der robust und geschmeidig ist und sich, vom Standpunkt der Anatomie betrachtet, nicht von der europäischen Hauskatze unterscheidet.“

Saurtos Athea, Europäer in black silver tabby blotched

Weil in Mitteleuropa die Vemischung der Hauskatzen mit anderen Rassen eher die Regel als die Ausnahme ist, zählt die Europäisch Kurzhaar in Schweden seit 2007 sogar zu den bedrohten Haustierrassen – nicht weil es in Schweden so wenig Katzen gibt, sondern weil durch die Vermischung mit anderen Rassen die Einzigartigkeit der Europäisch Kurzhaar droht verloren zu gehen.

Folgerichtig sind bei den Europäer Katzen auch nur Fellfarben und Muster erlaubt, die keine Folge von Einkreuzungen von Fremdrassen wie Orientalen oder Abessiniern sind. Trotzdem zeigt die Rasse ein weites Farb- und Musterspektrum. Es werden alle traditionellen Farben (Schwarz, Schildpatt, Rot und Weiß), ungemustert oder gemustert, in Vollfarbe und Verdünnung, mit oder ohne Weißscheckung und auch mit Silber gezüchtet.


Europäer-Kätzchen aus der Zucht Eife's (2016)

Das Wesen einer Europäer Katze kann als intelligent, neugierig und menschenfreundlich beschrieben werden. Sie sind agile Katzen mit viel Bewegungsfreude, die trotz ihres kräftigen Körperbaus schnell und wendig sind. Trotzdem ist es kein Problem, auch Europäer in der Wohung zu halten, wenn diese katzengerecht eingerichtet und nicht zu klein ist.
Gezielt gezüchtet werden diese schönen Katzen vor allem in Skandinavien, aber es gibt auch Zuchten in Russland, Tschechien und der Schweiz. Rassespezifische Krankheiten sind nicht bekannt.

Topf und Deckel

Vor ziemlich genau 6 Jahren ist unser erster Wurf zur Welt gekommen und mehr als 20 Würfe später ist doch schon einiges an Erfahrung zusammengekommen. Ich bin sehr dankbar, dass sich bei uns, außer bei unserem B-Wurf, die traurigen Erlebnisse mit den Katzen und Kätzchen in Grenzen gehalten haben. Gerade in der Zucht kann das Schicksal einen Züchter trotz aller Sorgfalt manchmal sehr heftig treffen. Einzelne tragische Vorkommnisse lassen sich wohl nie vermeiden und damit muss man auch lernen umzugehen.

Im Bereich des Zwischenmenschlichen wird man jedoch reichlich mit Unerwartetem beschenkt. Sei es, dass man sich einer Bösartigkeit von Zeitgenossen - meist anderen Züchtern - ausgesetzt sieht, der man sonst im Leben eigentlich selten begegnet, oder dass man zu schnell jemandem ein Kätzchen anvertraut hat, dem man besser keines gegeben hätte. Aber auch daraus lernt man als Züchter oder wirft relativ schnell frustriert das Handtuch.


Immer wieder sorgen jedoch vor allem Menschen für unerwartete Begegnungen, die gerne ein oder zwei Kätzchen von uns zum Liebhaben haben möchten. Für manche scheint es z.B. nicht verständlich zu sein, dass es dabei nicht wie auf dem Basar zugeht. Als Züchter wählen wir sorgfältig aus, welche Katzen wir miteinander verpaaren, weil nicht jede Katze zu jedem Kater passt. Da geht es nicht in erster Linie um die Fellfarbe oder das Muster, sondern man versucht mit jedem Wurf, dass Einzelheiten des Körperbaus, wie der Sitz und die Stellung der Ohren und der Augen, die Form des Profiles oder des Schnäuzchen noch besser dem entsprechen, wie eine typische DLH aussehen sollte. Auch das Wesen der Kätzchen spielt eine große Rolle. Eine gute Gesundheit der Zuchttiere sollte dabei selbstverständlich sein.


Sind dann die Kätzchen auf der Welt, werden sie in den nächsten Wochen sorgfältig beobachtet und ihre Entwicklung genau dokumentiert. Dabei zeigt sich schon viel von den grundsätzlichen Anlagen sowohl in Bezug auf die Vitalität und das Wesen, als auch auf das Äußere. Allerdings dauert es ein paar Wochen, bis manches deutlich wird.



Aus all dem ergibt sich für uns ein recht gutes Bild darüber, ob das Kätzchen später einmal als Zuchtkatze in Frage kommt oder bei welchen Liebhabern die Kätzchen ein passendes Zuhause finden können. Auch die Frage, mit welchem Geschwisterchen oder mit welcher Zweitkatze ein Kitten harmonieren kann, ist für uns eine wichtige Frage, weil weder Mensch noch Tier glücklich wird, wenn da etwas grundsätzlich nicht passt. Wie bei uns Menschen gibt es Katzen, die aufgrund des Charakters oder des Temperament auf Dauer miteinander unglücklich sein würden. Hier steht für uns das Wohl der Katze an erster Stelle.


Da wir selten Verpaarungen wiederholen, sind hin und wieder typvolle Kätzchen aus bestimmten Würfen so wichtig für die Zucht, dass Züchter gegenüber Liebhabern bevorzugt werden. Natürlich versuchen wir, so weit es geht, die Wünsche der Kitteninteressenten zu berücksichten, aber aus dem oben Geschriebenen dürfte hoffentlich klar geworden sein, dass wir Kätzchen meistens nicht vor 6 Wochen fest reservieren und dass letztendlich wir die Auswahl treffen, welches Kätzchen zu wem gehen kann.

Das letzte "Wort" haben aber die Kätzchen selbst. Zeigt sich bei einem Besuch, dass Kätzchen und Kitteninteressenten nicht zueinander passen, dann warten wir solange mit der Abgabe, bis wir sicher sind, dass unser Kätzchen ins richtige Zuhause kommt.


Freitag, 10. Juni 2016

14 Wochen - zwei göttliche Rabaukinnen

Nike und Levana sind inzwischen 14 Wochen alt, haben ihren ersten Tierarztbesuch zum Impfen und Chippen längst gut überstanden und beide bereits seit einer Woche 2 kg gut überschritten - aus meinen kleinen Babies sind hübsche junge Damen geworden.

Nike, 14 Wochen alt

Levana, 14 Wochen alt



Die kleinen Räuber genießen ansonsten jede mögliche Minute im Garten, jagen sich und ihre Eltern, fangen Fliegetiere und genießen ihr Katzenkinderleben.

Nike, 13 Wochen alt


Levana, 13 Wochen alt


Natürlich hatten wir in den letzten Wochen auch immer wieder gern gesehenen Besuch bei uns und auch hier waren die zwei Mädchen ganz aufgeschlossen und hatten jedes Mal viel Spaß dabei.

Nike und Levana spielen mit Markus

Levana übt Fliegen mit Martina
Nike angelt mit Markus

Sind die Dämchen dann müde von all dem Getobe, dann wird gemeinsam gern gekuschelt und geschlafen und manchmal müssen die Köpfchen draußen bleiben oder die kleinen Zungen hängen dabei raus, weil man einfach so erschöpft vom vielen Spielen ist.

Nike und Levana, 13 Wochen alt


Auch lieben die Zwei nach wie vor ihre Kuschel- und Trinkzeiten bei Mama und Malin kümmert sich noch immer ganz entzückend um ihre nun schon so großen Mädchen. Und Papa Mio ist ebenfalls weiterhin immer in der Nähe.


Levana mit Mama Malin

Nike mit Mama Malin

Nike und Papa Prinz Mio

Levana und Papa Prinz Mio

Diese letzten 14 Wochen waren wirklich alle aufregend, spannend und einfach ganz toll für mich. Jeden Tag bin ich aufs Neue extrem stolz auf alle meine Süßen hier, genieße jede mögliche Minute mit allen, lasse mich immer noch täglich zum Lachen bringen und freue mich auf die weitere gemeinsame Zeit mit meinen kleinen "A(ntiken) Göttinnen".



Freitag, 6. Mai 2016

Die Zeit vergeht so schnell

Bei uns in Bayern rennt die Zeit nur so. Nike und Levana sind nun bereits 9 Wochen alt und zwei ganz drollige und übermütige Plüschmäuse, die voller Energie und Unternehmungslust stecken.

Levana (links) und Nike (rechts)

Es gibt keinen Fleck mehr in der Wohnung, der noch sicher vor den Dämchen ist und besonders viel Spaß haben beide im Garten. Schon seit einiger Zeit nutzen sie die Katzenklappe selbständig und man bekommt die Kleinen kaum rein, wenn das Wetter schön ist.

Nike, 8 Wochen alt

Levana, 8 Wochen alt

Zwei Hummeln machen kurz Pause


Es wird getobt, gerannt, gerauft, gesprungen und sich gekugelt - egal ob mit einander oder mit Mama und Papa, die immer mit dabei sind - je wilder desto besser, wenn es nach den Kleinen geht. Und ist das Wetter mal schlecht, wird der Spaß nach drinnen verlegt.


7 Wochen alt

7 Wochen alt

Unsere Nike strotzt derzeit nur so vor Übermut und würde oftmals nur zu gern wissen, was sich hinter den Zäunen so verbirgt. Sie ist ein wirklich kleines Schlitzohr, welches durchaus auch auf Mama und Papa hopst, um diese zu erschrecken und dann mit ihnen zu raufen. Eher selten sieht man sie einfach mal im Gras liegen.

Nike, 9 Wochen alt

Nike, 8 Wochen alt


Levana steht Nike jedoch in nichts nach und liebt es besonders, mit Mama und Papa im Garten um die Wette zu rennen - die kleinen Öhrchen angelegt und im Katzengalopp fegt die Maus dann allen voran über die Wiese und ist oftmals viel zu schnell für die Kamera. Stillsitzen ist auch für sie nur selten eine Option.

Levana, 9 Wochen alt
Levana, 8 Wochen alt


Ich bin froh, dass ich mich von den zwei kleinen Göttinnen weiterhin jeden Tag zum Lachen bringen lassen kann - es ist einfach toll zu sehen, wie glücklich und unbeschwert die zwei Mäuse ihre Kittenzeit hier genießen.