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Mittwoch, 26. März 2014

Fünf kleine Japaner sind da


Nachdem Yeli schon am Vortag sehr anhänglich war und sich der runde Babybauch gesenkt hat, setzte heute die Geburt ein. Yeli schien zu wissen, was mit ihr passiert und nach nur 1 Stunde Wehen wurde das erste Kätzchen geboren. Es war die schwarz-braun getigerte Amaya.

Amaya

Anders als bei ihrer ersten Geburt war Yeli ruhig und blieb die ganze Zeit in der Wurfkiste. Sie meisterte alles gekonnt alleine. Da die Kitten in guten Abständen geboren wurden, konnte sie sich in Ruhe um jedes einzelne kümmern.

Nicht ganz eine Stunde später wurde Yumi, ein schwarz-grau getigertes Kätzchen mit weißen Abzeichen geboren.

Yumi

Nicht einmal eine Viertelstunde später, kam Yumis roter Bruder Kenji zur Welt.

Kenji

Für die letzten beiden Katzenkinder ließ Yeli sich wieder etwas mehr Zeit, aber nach insgesamt dreieinhalb Stunden war die Geburt abgeschlossen und Yeli lag mit ihrem Nachwuchs entspannt in der Wurfkiste.

Sayuri (schwarz-grau getigert mit weißen Abzeichen)


Akemi (schwarz-grau getigert mit weißen Abzeichen)


Yeli mit den kleinen Japanern



Freitag, 2. August 2013

Geburt mit Hindernissen

Nayeli (Kätzin), 1 Tag alt

Am Mittwoch den 31.Juli konnte man bereits morgens bei Saphira deutliche Anzeichen erkennen, dass es nun nicht mehr lange bis zur Geburt ihres ersten Wurfes dauern würde. Sie war sehr anhänglich und besuchte auffallend oft das Katzenklo. Ihr wirklich sehr runder Bauch stand nun nicht mehr wie ein praller Luftballon nach beiden Seiten ab, sondern hatte sich deutlich nach unten gesenkt. Immer wieder lag sie für eine Weile in der Wurfkiste, schien aber irgendwie unzufrieden und legte sich dann wieder an andere Plätze.

Inola (Kätzin), 1 Tag alt

Am späten Nachmittag kurz vor 18 Uhr waren erste leichte und vereinzelte Wehen zu erkennen. Sie kamen sporadisch, ließen dann wieder für eine Weile nach und setzten nach 22 Uhr wieder ein. Nun kamen sie immer kräftiger und regelmäßiger und Saphira verließ die Wurfkiste nicht mehr. Das erste Kätzchen, ein weißes Mädel, wurde kurz nach Mitternacht geboren. Bis um 3:00 Uhr folgten fünf weitere Geschwister. Dann tat sich eine ganze Weile nichts mehr, obwohl man gut fühlen konnte, dass noch weitere Kätzchen zu erwarten waren.

Lesharo (Kater), 1 Tag alt

Es wurde draußen schon hell, als wieder die Wehen einsetzen. Ab kurz nach 5 Uhr waren sie kräftig und regelmäßig und Saphira schien in der Pause wieder Kraft geschöpft zu haben. Nur leider wurde kein Kitten geboren. Da schnell klar war, dass irgendetwas nicht stimmte, rief ich kurz nach 6 Uhr meine Tierärztin an und war um 7 Uhr mit Saphira und ihren Babys in der Praxis.

Ishani (Kätzin), 1 Tag alt

Saphira wurde geröntgt und auf dem Röntgenbild war sofort zu erkennen, dass noch 2 Kitten geboren werden mussten, eines der beiden aber den Ausgang versperrte, weil es nicht in der richtigen Geburtsposition ins Becken eingetreten war. Normalerweise geschieht das bei Katzen mit dem Schnäuzchen oder mit dem Hinterteil voraus. Kitten Nr.7 war jedoch mit dem Hinterkopf zuerst gegen den Ausgang bewegt worden und passte so nicht durch.

Macawi (Kater), 1 Tag alt

Ein Kaiserschnitt war also erforderlich und alles wurde sofort vorbereitet. Es dauerte nicht lange, da konnte ich Nr. 8, ein weißes Katerchen, zum Trockenrubbeln in Empfang nehmen, dem man die Strapazen deutlich ansah.  Für Nr.7, der den Weg versperrt hatte, konnte traurigerweise nichts mehr getan werden. Das Katerchen in black silver tabby war schon vor der Operation nicht mehr am Leben gewesen.

Nitika (Kätzin), 1 Tag alt

Eine halbe Stunde später durfte die wieder wache Saphira ihre Kätzchen in Empfang nehmen und es dauerte nur ein paar Minuten, bis sie bei ihr nuckelten. Saphira war noch etwas unsicher auf den Beinen, schien sich aber beim Anblick ihres Nachwuchses zu entspannen. Da alles gut verlaufen war, konnten ich die frischgebackene Katzenmutter mit ihren Kindern wieder mit nach Hause nehmen.

Winona (Kätzin), 1 Tag alt

Zuhause angekommen legte sich Saphira sofort zu den Neugeborenen in die Wurfkiste, putzte sie und schnurrte, als sie bei ihr nach den Zitzen suchten. Ich war so froh, dass sie die ganze Aufregung und die Operation so gut weggesteckt hatte.

Glücklich wieder Zuhause nach der OP

Zwei Tage später kann man nur Erfreuliches berichten. Spahira hat alles ausgezeichnet verkraftet und ist eine sehr liebevolle, entspannte und fürsorgliche Mutter, die auch nichts dagegen hat, wenn die anderen Katzen vorsichtig in die Wurfkiste schauen. Die Milch fließt nun reichlich, so dass die Kitten gut zunehmen. Auch das letztgeborene weiße Katerchen hat sich sehr gut von der strapaziösen Geburt erholt und steht seinen Geschwistern an Vitalität und und auch von seinem Gewicht her in nichts nach. Er wurde zwar am ersten Tag mit Aufzuchtmilch zugefüttert, weil er es schwer hatte, eine Zitze zu ergattern, das ist nun aber nicht mehr nötig.

Ich hoffe sehr, dass es mit den kleinen Indianern so gut weitergeht.

Donnerstag, 11. Juli 2013

Erste Rauchzeichen

Saphira von Sinthari
(Eltern: Ghandorin von Montareno x Leeloo von Sinthari)

Auch unsere rauchfarbene Saphira ist über ein Jahr alt und war im Mai schon mehrfach rollig gewesen. Deshalb planten wir auch mit ihr einen Wurf. Für sie hatten wir uns für einen ganz besonderen Liebhaber entschieden. Die Wahl fiel auf "Nanook von Germangora", den weißen Sohn von "Bär von der Wassermühle". Dadurch würden wir auch über Nanook das Erbe des letzten Katers aus alten Linien in unsere Zucht einbringen können.

Nanook von Germangora
(Eltern: Bar von der Wassermühle x Cosma Shiva von Germangora)


Obwohl es das erste Mal war, dass Saphira eine längere Autofahrt hinter sich bringen musste und dann auch noch das erste Mal, dass sie während der Rolligkeit mit einem Kater zusammenkommen durfte, klappte alles ganz wunderbar. Anfangs war sie noch empört über Nanooks sehr ungestümen Annäherungsversuche und hielt ihn durch ein beeindruckendes Fauchen auf Distanz. Am nächsten Tag sah das jedoch schon völlig anders aus und Saphira entwickelte sehr große Zuneigung zu Nanook. Sie durfte die ganze Woche mit ihm zusammenbleiben und der schicke Kater war bestimmt noch nie so sauber. Saphira putzte ihn mit Hingabe und die beiden lagen oft zusammen im Körbchen.

Saphira

Schon am Ende der dritten Woche nach Saphiras Flitterwochen mit Nanook waren erste Anzeichen für kleine Nookiras zu erkennen. Saphiras Zitzen leuchteten in einem kräftigen Pink. Auch Saphira selbst zeigte, dass etwas anders ist. Sie hielt sich oft von den anderen Katzen fern und hatte einen ausgesprochen guten Appetit.

Nanook als Jungkater



Schon in der vierten Woche konnte man sehen, dass sich Saphiras Bauch rundet. Auch an der Gewichtszunahme war zu ahnen, dass es wohl kein kleiner Wurf werden würde. Jetzt Mitte der 7.Woche ist nicht mehr zu übersehen, dass sie Ende Juli Nachwuchs bekommen wird. Wir rechnen mit mindestens 6 Kitten. Saphira fängt nun auch an sich zu schonen und bewegt sich für ihre Verhältnisse sehr gemäßigt. Man kann nun auch oft erleben, wie sie hin- und hergerissen ist, zwischen ihrer Abneigung gegenüber fremden Kitten und dem mütterlichen Gefühl, die kleinen G-chen putzen zu wollen. Seit 2-3 Tagen überwiegt nun meistens ihr Pflegetrieb.


Saphira

Farblich wird es bei den Sintharis mit diesem Wurf etwas Neues geben. Wir erwarten das erste Mal weiße Kätzchen. Da Nanook genetisch blau getigert und Nonagouti-Träger ist, können außerdem schwarze und schwarz getigerte Kitten geboren werden, die zusätzlich Saphiras Silber erben können.Wir sind sehr gespannt auf den Wurf. Als Namensthema unseres I-Wurfes haben wir uns Indianernamen ausgedacht.

Nanook

Montag, 3. Juni 2013

Auf in die Welt!

Aselio (3 Wochen alt)


Nachdem die Kätzchen des Gewürze-Wurfes die ersten zwei Wochen vor allem mit Schlafen und Trinken verbracht haben, hat sich das nun deutlich geändert. Leeloos Nachwuchs wird mobil. Mit ihren drei Wochen können die Katzenkinder recht sicher laufen, die Richtung bestimmen, aus der ein Geräusch kommt und Menschen erkennen.


Dalchini (3 Wochen alt)

Wenn sie herzhaft gähnen, sieht man, dass die Eckzähne dabei sind, durchzubrechen. Es wird also nicht mehr allzu lange dauern, bis sie Interesse an Fleisch zeigen werden.


Ginger (3 Wochen alt)
 
Im Spiel zeigen sie immer mehr Verhaltensweisen, die sie später als erwachsene Katzen brauchen könnten. Noch sehr ungeschickt wird versucht, das Geschwisterchen niederzuringen oder zu springen. Sie scheinen zu wissen, was sie gerne tun würden, sind aber noch nicht geschickt genug.


Macis (3 Wochen alt)


Seit Mitte der dritten Woche ist Leeloo mit ihrer Kinderschar ins Wohnzimmer umgezogen. Hier ist immer etwas los und die Kitten werden ganz nebenbei an das Leben in einer Familie vorbereitet. Egal ob es der laute Staubsauger oder Küchengeräusche ist - die Kätzchen lernen das als normale Geräuschkulisse kennen.


Miya (3 Wochen alt)


Die anderen Katzen waren natürlich sehr neugierig, was das für kleine Wesen sind, die ihnen da präsentiert werden. Da allen offensichtlich bewusst ist, dass eine erboste Katzenmutter sehr unangenehm werden kann, näherte man sich vorsichtig und auf Leeloos Blicke wurde sofort reagiert. Allerdings ist Leeloo eine sehr gelassene Mutter und scheint zu wissen, dass die anderen Katzen keine Gefahr für ihre Kinder darstellen.



Niori (3 Wochen alt)


Mit drei Wochen ist nun die Neugier der Kätzchen auf ihre Umgebung so groß; dass sie anfangen, ihr Nest zu verlassen. Erst überwog die Vorsicht und es wurde immer wieder getestet, ob man auch den Rückweg zu den Geschwistern findet, aber es ging sehr schnell, dass die kleinen Eroberer ihren Aktionsradius auf 1-2 m rund um das Nest erweiterten.

Samstag, 6. April 2013

Bald ist Halbzeit


Bereits vier Wochen sind seit Beginn von Leeloos letzter Rolligleit vergangen und man sieht nun deutlich, dass der Babybauch wächst. Gegen Ende der dritten Woche hatte Leeloo etwas weniger Appetit, aber nun frisst sie wieder sehr gut und ist auch gar nicht wählerisch. Selbst Futtersorten, die sie sonst nicht so mag, werden gefressen, als gäbe es bald nichts mehr. 




Den Tag verbringt Leeloo vor allem mit Fressen, Schlafen, sich Putzen und hin und wieder kleinen Spieleinlagen. Immer wieder geht sie auch kurz nach draußen, aber das Wetter ist kalt und feucht, so dass sie meistens wieder schnell drinnen ist und es sich auf ihren Lieblingsplätzen bequem macht.




Die anderen Katzen lassen ihr nun den Vortritt. Mutterkatzen werden von allen sehr respektvoll behandelt und da im Moment keine Konkurrentin da ist, steht ihr dieses Privileg allein zu. Leeloo genießt es sehr, nun den höchsten Status in der Gruppe zu haben.





Mittwoch, 20. Februar 2013

Zwölfte Woche

Heute werden unsere Früchtchen 12 Wochen alt und es dauert nicht mehr lange, bis Akee und Kiwi uns als erste verlassen werden. Aus den winzigen, tapsigen Kitten sind langbeinige, gewandte und aufgeweckte Kätzchen geworden, die in ihrer Entdeckerfreude kaum zu bremsen sind. Alles an ihnen hat sich gestreckt und mit der Länge der Beine ist auch die Fähigkeit zum Springen und Klettern noch mal deutlich gewachsen. Bei ihren Fang- und Kampfspielen kann man nun häufig artistische Einlagen bewundern, die jeden Kung Fu-Monch vor Neid erblassen lassen würden.


Kiwi und Nashi


Alle Kitten nehmen von sich aus häufig Kontakt zu den anderen Katzen und ihren Menschen auf und haben auch entdeckt, dass man sehr gemütlich und warm auf den Zweibeinern ruhen kann. Von Nidi haben sie die Gesprächigkeit geerbt und vor allem mit Casana kann man sich richtig "unterhalten". Sie antwortet fast immer, wenn man sie anspricht.


Taran putzt Casana


Auch die Eigenarten der Kätzchen treten nun noch deutlicher hervor. Calamondin ist der gemütliche Kuschelkater, der besonders laut schnurrt und sich sehr gerne tragen lässt. Er scheint sehr nach seinem Großvater Aky zu kommen, der ein zu allen freundlicher, gelassener und ausgeglichener Kater war.


Kiwi (links) und Calamondin


Sein Bruder Akee ist ganz anders. Äußerlich scheint er das Ebenbild seines Vaters zu werden. Er ist etwas kleiner als Calamondin, dafür aber stämmiger und schwerer. Er ist der große Entdecker und hat die Nase immer vorne, wenn es darum geht, Neues zu untersuchen oder Besuch zu begrüßen. Er ist ausgesprochen selbstbewusst und hat viel Spaß an wilden und manchmal auch etwas rauen Spielen.



Akee


Sehr ähnlich ist ihm nicht nur äußerlich seine Schwester Kiwi. Auch sie ist ein selbstbewusstes Kätzchen, das vor nichts Angst hat. Wie Akee liebt sie auch etwas wildere Spiele und es hat einige Zeit gedauert, bis wir sie davon überzeugen konnten, dass es geeigneteres Spielzeug als unsere Füße gibt, um möglichst fest reinzubeißen und die eigenen Kräfte daran auszuprobieren.


Kiwi


Die dunkle Nashi ist eine richtige Flitzemaus. Sie ist frech, unglaublich schnell und sehr ausdauernd. Unermütlich jagt sie dem Federbüschel der Spielangel hinterher, schlägt dabei Saltos und gibt immer als letzte auf. 'Erst handeln, dann denken' scheint ihre Devise zu sein und sie war schon mehr als ein Mal in einem Schrank oder dem Vorratsraum eingesperrt, weil sie unbemerkt blitzschnell dort reingeschlüpft ist. Vorsicht scheint ihr fremd zu sein und sie spielt begeistert auch bei wilden Spielen der Kater mit.


Nashi


Das Gegenteil von Nashi ist die gesprächige Casana. Obwohl sie äußerlich Nashi ähnelt, verhält sie sich ganz anders als ihre ungestüme Schwester. Oft scheint sie erst lange nachzudenken, ehe sie handelt. Wenn ihre Geschwister schon begeistert ein neues Spiel entdeckt haben, sitzt sie noch daneben und schaut aufmerksam zu. Neues Spielzeug wird erst mit den Pfote vorsichtig angestupft und auf Spieltauglichkeit untersucht, ehe es mit Schwung durch Zimmer gepfötelt wird. Auch Besuch wird erst einmal ausgiebig beobachtet, ehe Casana den Entschluss fasst, ob eine Kontaktaufnahme lohnt oder eben nicht. Dabei ist sie ganz und gar nicht ängstlich. Beim Spiel mit ihren Menschen ist sie ein ganz sanftes Kätzchen, das genau weiß, wann man die Krallen einsetzen darf und wann nicht.


Casana


Da Cherimoya eines Tages die Nachfolge ihrer Mutter antreten soll, sind wir sehr froh darüber, dass sie einen sehr ausgewogenen Charakter zu entwickeln scheint. Cheri hat nicht nur äußerlich viel Ähnlichkeit mit Mondin, sondern zeigt eine fast ebenso ausgeprägte Menschenbezogenheit, ist freundlich, ausgeglichen und verschmust.


Cherimoya

Montag, 21. Januar 2013

Achte Woche

Casana (53 Tage alt)

Unsere sechs kleinen Kätzchen sind nun bald acht Wochen alt und zu geschickten, schnellen und aktiven Samtpfötchen herangewachsen. Die Zeiten der Aktivität sind deutlich länger als vor zwei oder drei Wochen. Zum Schlafen wird meist der Kratzbaum oder eine der Liegematten an der Heizung erklommen.

Nashi (53 Tage alt)

Da die Katzenkinder fast alles fressen, was die erwachsenen Katzen bekommen, gibt es bis auf etwas Kittenmilch keine Sonderverpflegung mehr. Da wir hochwertig und abwechslungsreich füttern, bekommen sie dadurch alles, was für ein gesundes Wachstum nötig ist. Spezielles Kittenfutter ist so überflüssig. Alle Kätzchen sind auch auf den Geschmack von Dosenfutter gekommen, so dass es in ein paar Wochen, wenn der Umzug ins neue Zuhause ansteht, damit keine Probleme geben wird.


Yeli und Casana (52 Tage alt)

Unsere beiden Jungkatzen Saphira und Yeli sind gerne mit den Kleinen zusammen und spielen mit ihnen oder betätigen sich als Kindermädchen. Auch Miyou hat immer wieder viel Spaß daran, mit den Kätzchen zu toben. Sie weiß aber auch genau, wie man Katzenkindern zeigt, was sie dürfen und was nicht. So lernen sie ein gutes Sozialverhalten und werden später keine Probleme bei der Verständigung mit Artgenossen haben. Hin und wieder sehen die Spiele und Erziehungsmaßnahmen in unseren Augen recht grob aus, aber die Kätzchen begegnen den anderen Katzen vertrauensvoll und scheinen Saphira und Yeli richtig zu bewundern. Besonders rührend ist es, wenn der große Taran die Kätzchen putzt und sie sich an ihn kuscheln.


Akee (53 Tage alt)

Nur Kiri ist zur Zeit etwas unglücklich. Sie weiß nämlich genau, dass es jetzt eigentlich an der Zeit wäre, ihren Nachwuchs an die hohe Kunst der Jagd heranzuführen. Nur wie soll sie das ohne brauchbare Jagdbeute tun? Vor allem abends, wenn es die richtige Tageszeit wäre, die angehenden Jäger auf die ersten Ausflüge mitzunehmen, wird Kiri unruhig. Immer wieder ruft sie ihre Kinder zur Terrassentür und möchte nicht einsehen, dass wir das Wetter und die Umstände - es ist sehr frostig draußen und der Garten ist fast 15 cm hoch mit Schnee bedeckt - für ungeeignet halten.


Akee und Kiwi (53 Tage alt)

In ihrer Verzweiflung nimmt sie dann Spielzeugmäuse, die zwar die richtige Größe haben, aber weder den richtigen Geruch, noch das entsprechende Verhalten, ganz abgesehen davon, dass man sie nicht fressen kann. Maunzend versucht sie die Aufmerksamkeit ihrer Sprösslinge zu gewinnen, findet aber nur selten Gehör, weil es die quirlige Bande nur mäßig spannend findet, dabei zuzuschauen, wie Mama Stoffmäuse erlegt. Das können sie nämlich selbst schon ganz gut.

Calamondin mit Maus (52 Tage alt)

Regelmäßig werden die Kitten mit einem feinen Kamm gekämmt. Das ist bei dem relativ kurzen und feinen Fell zwar noch nicht nötig, aber was eine Katzen jetzt lernt, wird sie ihr Leben lang nicht vergessen. Vor allem lernen sie das Kämmen, ohne dass es zupf und ziept, als etwas Angenehmes kennen und werden später bereit sein, sich beim Fellwechsel unterstützen zu lassen. Genauso wichtig ist auch, dass die Kätzchen daran gewöhnt werden, überall angefasst zu werden und darauf vertrauen, dass man es gut mit ihnen meint.

Anstelle einer Maus wird die Kugel gefangen

Samstag, 12. Januar 2013

Charakterfragen

Akee und Casana (6 Wochen)

Kiris Katzenkinder sind nun sechs Wochen alt und schon stellt sich die Frage, wer mit wem zusammen bleiben darf. Da wir keine Kätzchen in Einzelhaltung abgeben, kommt es immer wieder vor, dass zwei Geschwisterchen zusammen ins neue Zuhause umziehen. In diesem Alter ist es in der Regel auch kein Problem, ein Kätzchen in eine bestehende Gruppe zu integrieren oder mit einem fremden Katzenkind zu vergesellschaften, aber am schönsten ist es für die Kätzchen natürlich, wenn nicht alles fremd und neu ist, sondern ein Geschwisterchen da ist.


Calamondin (6 Wochen)


Für uns ist es deshalb wichtig herauszufinden, welche Kitten besonders gut zusammenpassen. Oft wird dazu geraten, zwei gleichgeschlechtliche Katzen zu vergesellschaften. Bei jugendlichen oder erwachsenen Katzen würde ich auch dazu raten. Bei Katzenkindern hab ich jedoch die Erfahrung gemacht, dass es mehr auf das Temperament und den Charakter als auf das geschlechtertypische Verhalten ankommt. Ein ruhiges, sanftes Katerchen wird von seinem temperamentvollen und mit viel Körpereinsatz spielendem Bruder eher überfordert sein, als von seiner Schwester, die nichts gegen lustige Raufspiele mit ihrem Bruder einzuwenden hat. Nicht günstig ist natürlich, ein sanftbesaitetes Katzenmädel, das Fangspiele liebt, mit ihrem Bruder zusammen zu geben, der vor allem raufen möchte, selbst wenn er dabei relativ vorsichtig ist.


Nashi (6 Wochen)


Deshalb beobachten wir ab der sechsten Woche sehr genau, welche Vorlieben und Eigenarten die Kätzchen haben und welche Geschwister bevorzugt zusammen spielen. Bei den Früchtchen ist das Besondere, dass es nichts Besonderes zu sehen gibt. Die Katzenkinder sind sich vom Temperament und vom Wesen her sehr ähnlich. Sonst konnte man in diesem Alter schon erste Anzeichen davon sehen, welches Kätzchen eher einen gemütlichen und ruhigen Lebensstil bevorzugt, welche der kleinen Plüschkugeln bei Rennspielen immer vornweg ist und welches Kitten am liebsten mit den anderen balgt. Bei diesem Wurf sind die Kätzchen in laufend wechselnden Rollen aktiv. Die Katerchen spielen genauso gern miteinander wie mit ihren Schwestern und die Mädels haben kein Problem, sich mit viel Spaß mit ihren Brüdern zu beschäftigen.


Akee (6 Wochen)

Sehr gut passt, dass Akee mit Kiwi zusammen ausziehen wird, weil die beiden gerne miteinander durch die Wohnung toben oder aneinandergekuschelt schlafen. Akee wird wahrscheinlich kein übermäßig großer Kater, so dass auch die unterschiedlichen Kraftverhältnisse kein Problem sein werden.


Kiwi (6 Wochen)

Calamondin ist das deutlich größte Kätzchen des Wurfes, aber gleichzeitig auch ein bisschen ruhiger als sein Bruder Akee, so dass auch er gut mit einer seiner Schwestern zusammenleben kann. Sowohl Nashi als auch ihre Doppelgängerin Casana sind aufgeweckte und selbstbewusste Kätzchen und würden bestimmt mit ihrem Bruder glücklich werden.


Casana (6 Wochen)

Für die Menschen, die den Kitten ein neues Zuhause geben, gibt es sicher nichts Schöneres als zwei Kätzchen beim Spielen, Schmusen und Schlafen zu beobachten, die sich wirklich gern haben. Und das die Katzen dann später mal kein Interesse an Menschen haben, ist nur bei Stubentigern der Fall, die in den entscheidenden ersten Wochen zu wenig Kontakt mit Menschen hatten. Für die werden die Artgenossen immer an erster Stelle kommen. Bei unseren Katzen ist das nicht der Fall. So gerne sie mit ihren kätzischen Mitbewohnern zusammen sind - trotzdem bleibt der Mensch für sie etwas Besonderes, den man sogar den eigenen Artgenossen vorzieht.


Cherimoya (6 Wochen)