Samstag, 28. Februar 2026

Die Sache mit der goldenen Nase


Vor 6 Jahren hatte ich schon einmal was zu den Kosten geschrieben, die man als seriöser Züchter hat, dem das Wohlergehen und die Gesundheit seiner Katze und der Rasse am Herzen liegt. Im Rückblick war ich doch etwas erstaunt, wie sehr die Kosten nach oben gegangen sind.  

 
Vor allem die aktualisierte GOT der Tierärzte, die seit November 2022 in Kraft getreten ist und die vor allem Impfungen und Spezialuntersuchungen wie Herz- und Nieren-Ultraschall teurer gemacht hat, sowie höhere Futterkosten haben deutlich zu den gestiegenen Kosten beigetragen.

Das merken natürlich auch die ganz normalen Katzenliebhaber, wenn das Futter für unsere Lieblinge seit 2018 um etwa 40% mehr kostet. Für einen Herz- und Nieren-Ultraschall muss man 2026 doppelt so viel bezahlen wie 2018 und das Setzen des Transponder zu Identifizierung und eine RCP-Impfung sind sogar dreimal so teuer wie 2018 geworden.

Das einzige, das nicht teurer geworden ist, sind die Gentests. Dank großer Testpakete, die gleichzeitig eine Vielzahl von Genen für Krankheiten, die Blutgruppen und die Fellbeschaffenheit und -farbe bestimmen, können immer mehr Merkmale mit einem Test bestimmt werden. Allerdings kommen auch ständig neue Marker auf den Markt, so dass man hin und wieder ältere, bereits getestete Katzen auch nachtesten lässt.

Natürlich könnte man sich so manches sparen, aber das würde Abstriche an der Gesundheit und der Sicherheit der einzelnen Katzen oder an der Rassegesundheit bedeuten. Selbstverständlich mache ich daran keine Abstriche. 

Entsprechend sind bei Rasskatzen die Kittenpreise bei allen Rassen stark nach oben gegangen. Gerade seriöse Züchter, die sich durch ihre Sorgfalt und Vorsorge von Vermehrern unterscheiden, verlangen inzwischen 1200 - 1400 Euro für ihre Kitten, um wenigstens einen Teil der Kosten beim Verkauf erstattet zu bekommen.

Katzenzucht ist wie Hundezucht ein teures Hobby, wenn man es mit Verantwortungsbewusstsein, Wissen und einem großen Herz für unsere vierbeinigen Familienmitglieder betreibt.

Ich habe noch keinen seriösen Züchter kennengelernt, der mit Zucht einen Gewinn gemacht hat. Das geht erst ab 10 Würfen pro Jahr aufwärts und das ist dann eine gewerbliche Zucht, die dann auch entsprechend beim Finanzamt als Gewerbliche Tätigkeit angemeldet sein muss.

 Eine gewerbliche Zucht wird in den meisten Zuchtvereinen nicht akzeptiert, weil die Gefahr zu groß ist, dass dann die Bedingungen für die Katzen nicht mehr artgerecht sind.



 

 

 

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