Vor 6 Jahren hatte ich schon einmal was zu den Kosten geschrieben, die
man als seriöser Züchter hat, dem das Wohlergehen und die Gesundheit
seiner Katze und der Rasse am Herzen liegt. Im Rückblick war ich doch
etwas erstaunt, wie sehr die Kosten nach oben gegangen sind.
Das einzige, das nicht teurer geworden ist, sind die Gentests. Dank großer Testpakete, die gleichzeitig eine Vielzahl von Genen für Krankheiten, die Blutgruppen und die Fellbeschaffenheit und -farbe bestimmen, können immer mehr Merkmale mit einem Test bestimmt werden. Allerdings kommen auch ständig neue Marker auf den Markt, so dass man hin und wieder ältere, bereits getestete Katzen auch nachtesten lässt.
Natürlich könnte man sich so manches sparen, aber das würde Abstriche an der Gesundheit und der Sicherheit der einzelnen Katzen oder an der Rassegesundheit bedeuten. Selbstverständlich mache ich daran keine Abstriche.
Entsprechend sind bei Rasskatzen die Kittenpreise bei allen Rassen stark nach oben gegangen. Gerade seriöse Züchter, die sich durch ihre Sorgfalt und Vorsorge von Vermehrern unterscheiden, verlangen inzwischen 1200 - 1400 Euro für ihre Kitten, um wenigstens einen Teil der Kosten beim Verkauf erstattet zu bekommen.
Katzenzucht ist wie Hundezucht ein teures Hobby, wenn man es mit Verantwortungsbewusstsein, Wissen und einem großen Herz für unsere vierbeinigen Familienmitglieder betreibt.
Ich habe noch keinen seriösen Züchter kennengelernt, der mit Zucht einen Gewinn gemacht hat. Das geht erst ab 10 Würfen pro Jahr aufwärts und das ist dann eine gewerbliche Zucht, die dann auch entsprechend beim Finanzamt als Gewerbliche Tätigkeit angemeldet sein muss.
Eine gewerbliche Zucht wird in den meisten Zuchtvereinen nicht akzeptiert, weil die Gefahr zu groß ist, dass dann die Bedingungen für die Katzen nicht mehr artgerecht sind.



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