Meist mit 6 Wochen fotografiere ich die Kitten in meinem "Fotostudio". Das ist ein großer Tisch, eine Decke als Hintergrund, Tageslicht vom Dachfenster und zwei große Fotoleuchten. Das klappt immer sehr gut, weil die Kitten in dem Alter schon gerne der Federangel hinterherjagen und man sie so gut in Pose bringen kann. Besonders interessant ist für mich, wie die Katzenkinder sich in der für sie völlig neuen Situation verhalten - Momo ist nicht dabei, der Raum ist neu und die Treppe hoch und runtergetragen zu werden ist auch erst einmal bedenklich.
Die kleine Linaly war als erste an der Reihe. Ich war gerade dabei sie nach oben zu tragen, als es klingelte. Also samt Linaly zur Haustür, um festzustellen, dass Karlheinz sich schon um die Lieferung gekümmert hatte. Linaly machte alles klaglos mit, ich merkte nur, wie schnell ihr Herzchen schlug. So eine Aufregung! Auf dem Tisch angekommen, gab es eine kurze Schmuserunde und es dauerte nicht lange, dass sie den Federwedel erbeuten wollte. Ein mutiges Mädel!
Firion war da schon etwas mehr beeindruckt und auf den ersten Bildern sieht man seine Anspannung. Er hat dann immer einen Blick, als würde er die Augenbrauen runzeln. Aber auch Firion ließ sich nach einer Weile von dem bekannten Spiel ablenken und entpsannte sich beim Spielen. Offensichtlich war die Fotosession doch mehr Spaß, als er zuerst gedacht hatte. Als ich ihn nach vielen Bildern wieder zu Momo brachte, war er ausgesprochen lustig drauf.
Bei Regis dauerte es nur kurz, bis er die neue Umgebung nicht groß beeindruckend fand. Er liebt das Spiel mit dem Federwedel und dreht dann total auf. Bei ihm war die Zahl der Bilder, die ich später gleich wieder gelöscht habe am größten. Er war so in Bewegung, dass auf den Bilder oft nur ein Teil von ihm zu sehen war oder alles unscharf war. Der Autofocus kam einfach nicht mit.
Als letzer war dann Leo dran. Typisch für ihn war, dass er auf dem Weg erst einmal lautstark protestierte und nach seiner Mama rief. Die Katzenkinder sind es zwar gewöhnt, dass ich sie trage, aber dann auch noch in die Fremde zu gehen, fand er nicht gut. Trotzdem dauerte es nicht lang, bis er beschoss, sich dem Spaß mit dem geliebten Spielzeug zu widmen. Seine Fellfarbe ist einfach zu fotografieren, so dass einige schöne Bilder von ihm entstanden. Bei der Gelegenheit konnte Yoshi auch seine Kinder kennenleren. Er schaute die ganze Zeit interessiert vom Kratzbaum aus zu.
Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit Momos und Yoshis Nachwuchs. Alle sind sehr an Menschen interessiert, verschmust und in neuen Situationen schnell davon zu überzeugen, dass die Welt weiterhin in Ordnung ist.































