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Mittwoch, 29. April 2026

Der erste Tierarztbesuch

 Die Katzenkinder aus dem F(inal Fantasy)-Wurf sind nun 12 Wochen alt und gestern stand der erste Besuch in der Tierarztpraxis Schaub in Jena - Ammerbach an. Zum einen sollte allen ein Transponder zur individuellen Identifizierung implantiert werden und sie sollten die erste Impfung erhalten. 

 



Ich lasse seit Jahren mit 12 Wochen die Erstimpfung geben, weil unsere Katzen alle geimpft sind, so dass die Katzenmütter ihrem Nachwuchs viele Antikörper mitgeben und deshalb eine frühere Impfung wenig Sinn macht - was inzwischen auch die Tierärztekammer in ihren Empfehlungen so sieht. Der Impfstoff würde bei einer Impfung mit 8 Wochen von den mütterlichen Antikörpern schnell unwirksam gemacht.

Alle Vier wurden also zusammen in die große Transportbox gepackt, was ganz entspannt hingenommen wurde, weil wir das von klein auf üben und im Kittenzimmer regelmäßig darin geschlafen wird. Im Auto wurden dann die Augen deutlich größer und alle versuchten möglichst viel zu sehen. Da ich daneben saß, war aber wohl alles noch in Ordnung, denn keines der Kitten weinte. Zum Glück ist die Fahrt nicht lange und im Wartezimmer angekommen machte Leo ziemlich Rabatz, weil er unbedingt raus wollte. Nachdem er sich auf meinem Arm alles angeschaut hatte, wurde dann die Langeweil doch so groß, dass alle dösten. 


Im Behandlungsraum waren alle wieder sehr wach und neugierig. Vor allem die Katerchen wären zu gerne überall herumgelaufen, um die neue Umgebung zu untersuchen. Das Impfen und das Setzen des Tranponders wurde ohne Kommentar hingenommen und Frau Dr. Enderlein war mit allen sehr zufrieden. Auch die Gewichte wurden als passend bewertet:

Regis: 1635g
Linaly: 1460g
Leo:  1470g
Firion: 1675g

Wir fahren schon seit Jahren in die Praxis Schaub und es ist eine sehr gute, gegenseitige Vertrauensbasis entstanden. Ganz besonders wichtig ist mir dabei neben der modernen technischen Ausstattung und der Kompetenz des Praxisteams der wirklich einfühlsame Umgang mit den Katzen. Gerade für Kitten setzt das eine gute Basis für zukünftige Tierarztbesuche.

 


 
Wieder zuhause angekommen sah man der Rasselbande an, wie froh alle waren, sich wieder frei bewegen und spielen zu können. Der gut überstandene Stress wurde in Bewegung umgesetzt und dann wurde erst einmal viel gefressen.

Am Abend dann merkte man, dass es etwas ruhiger zuging und die Ohren etwas wärmer waren. Heute sind die Ruhepausen länger als in den Tagen davor. Das Immunsystem ist eindeutig mit der Impfung beschäftigt. Aber insgesamt haben alle die Aufregung und das Impfen gut weggesteckt. In 1-2 Tagen  wird man nichts mehr davon merken. 

 

 

Die Transpondernummern wurden ans Zuchtbuchamt weitergegeben, damit sie in die Ahnentafel eingetragen werden können und diese dadurch eindeutig den Kätzchen zugeordnet werden können. Auch die Registrierung bei TASSO erfolgte, weil ich sicher gehen will, dass sie dort gemeldet sind. Selbst wenn die neuen Katzeneltern das vergessen sollten, können im Falle eines Falle die Katzen über mich schnell den Besitzern zugeordnet werden.

In vier Wochen ist die zweite Impfung geplant und dann werden die 3 Katerchen schon in ihr neues Zuhause umziehen. Da wird mir jetzt schon das Herz ganz schwer, weil das ein wirklich ganz besonders anhänglicher und menschenbezogener Wurf ist.

Mittwoch, 1. April 2026

Aus Katzenbabys werden Katzenkinder

8 Wochen sind Firion, Leo, Regis und Linaly nun alt. Sie sind blitzschnell geworden, können auch auf hohe Kratzbäume klettern und lieben das Spiel mit dem Federwedel. 

 


 

Alle haben auch so zugenommen, wie das in dem Alter sein sollte und wiegen zwischen 950 (Linaly) und 1055g (Firion). Vor allem aber nehmen von sich auf gerne von sich aus Kontakt zu ihren Menschen auf. Das ist in dem Alter nicht bei allen Würfen so. Leo und Regis haben auch schon Besuch aus Wilhelmshafen von ihren zukünftigen Menschen bekommen und hatten sich schnell mit Justyna und Daniel angefreundet.

 


 In dem Alter hat auch Linaly noch kein Problem sich an den Spielen ihrer Brüder zu beteiligen. Sie ist zwar oft erst einmal beobachtend dabei, aber dann rennt sie auch wild mit oder rauft mit den Katerchen. In ein paar Wochen wird sich das ändern. Dann wird sie Raufspiele immer weniger mögen.

 


 

 Leo hat zur Zeit das meiste Fell und sieht deshalb deutlich kräftiger aus als Regis. Dabei ist er nur etwas schwerer als seine Schwester. Dafür ist er ein aktives Kerlchen mit viel Ausdauer beim Spielen. Er liebt es besonders mit meinen Zehen zu kämpfen. Da werde ich wohl erzieherisch darauf einwirken müssen, dass er versteht, dass das manchmal ziemlich piekst.

 


 

Da es am Wochenende endlich etwas wärmer werden soll, dürfen die Minimiezen ihren Aktionsradius auch nach draußen erweitern. Ich bin sehr gespannt, wer dann am mutigsten sein wird.

Samstag, 6. Juli 2013

Die kleinen Zauberwesen

Unser H-Wurf ist nun auch schon 2 Wochen alt. Namensthema sind diesmal die Harry Potter-Bücher und so heißen die Kätzchen Rubeus Hagrid, Filius Flitwick, Armando Dippet und Lily Potter. Die Mutter der vier "Potterchen" ist Quayeli von Germangora. Es ist ihr erster Wurf und sie erweist sich sich als eine ausgesprochen fürsorgliche Mutter, die ihre Kinder kaum aus den Augen lässt und geduldig immer noch einen Großteil der Zeit in der Wurfkiste verbringt.

Quayeli von Germangora

Vater der kleinen Zauberer ist unser Taran, der sehr gut zu Yeli passt. Er ist ein ausgesprochen liebenswerter und vom Temperament her ausgeglichener Kater, der in Freundschaft mit unseren anderen Katzen verbunden ist.


Taranis

Als erstes kam Armando zur Welt. Er ist ein gemütliches Kitten, das als erster die Augen öffnete. Sein Fell ist das dunkelste und er scheint ein kräftiges Katerchen zu werden.

Armando Dippet


Nach Armando wurde Rubeus geboren und er fiel gleich durch seine kräftig rotbraune Farbe am Kopf auf. An allen vier Füßen trägt er kleine, weiße Socken und zeigt am Körper eine kontrastreiche Tigerung. Er war der erste, bei dem man Beißspiele beobachten konnte.

Rubeus Hagrid


Das drittgeborene Kätzchen ist die kleine Lily. Auch sie trägt kleine, weiße Söckchen, aber ein dunkleres Tabbymuster als ihr Bruder Rubeus. Obwohl sie etwas leichter als ihre Brüder ist, kann sie erfolgreich ihre Stammzitzen verteidigen. Sie besteht nämlich darauf, ganz vorne trinken zu dürfen.

Lily Potter

Als letztes wurde der hübsche Filius geboren. Er sticht durch helle Brauntöne am Köpfchen und ein kontratreiches Tigermuster hervor. Er ist ein besonders verschmustes Kitten und genießt es sichtlich, mit seiner Mutter zu kuscheln und sich von ihr putzen zu lassen.

Filius Flitwick

Montag, 21. Januar 2013

Achte Woche

Casana (53 Tage alt)

Unsere sechs kleinen Kätzchen sind nun bald acht Wochen alt und zu geschickten, schnellen und aktiven Samtpfötchen herangewachsen. Die Zeiten der Aktivität sind deutlich länger als vor zwei oder drei Wochen. Zum Schlafen wird meist der Kratzbaum oder eine der Liegematten an der Heizung erklommen.

Nashi (53 Tage alt)

Da die Katzenkinder fast alles fressen, was die erwachsenen Katzen bekommen, gibt es bis auf etwas Kittenmilch keine Sonderverpflegung mehr. Da wir hochwertig und abwechslungsreich füttern, bekommen sie dadurch alles, was für ein gesundes Wachstum nötig ist. Spezielles Kittenfutter ist so überflüssig. Alle Kätzchen sind auch auf den Geschmack von Dosenfutter gekommen, so dass es in ein paar Wochen, wenn der Umzug ins neue Zuhause ansteht, damit keine Probleme geben wird.


Yeli und Casana (52 Tage alt)

Unsere beiden Jungkatzen Saphira und Yeli sind gerne mit den Kleinen zusammen und spielen mit ihnen oder betätigen sich als Kindermädchen. Auch Miyou hat immer wieder viel Spaß daran, mit den Kätzchen zu toben. Sie weiß aber auch genau, wie man Katzenkindern zeigt, was sie dürfen und was nicht. So lernen sie ein gutes Sozialverhalten und werden später keine Probleme bei der Verständigung mit Artgenossen haben. Hin und wieder sehen die Spiele und Erziehungsmaßnahmen in unseren Augen recht grob aus, aber die Kätzchen begegnen den anderen Katzen vertrauensvoll und scheinen Saphira und Yeli richtig zu bewundern. Besonders rührend ist es, wenn der große Taran die Kätzchen putzt und sie sich an ihn kuscheln.


Akee (53 Tage alt)

Nur Kiri ist zur Zeit etwas unglücklich. Sie weiß nämlich genau, dass es jetzt eigentlich an der Zeit wäre, ihren Nachwuchs an die hohe Kunst der Jagd heranzuführen. Nur wie soll sie das ohne brauchbare Jagdbeute tun? Vor allem abends, wenn es die richtige Tageszeit wäre, die angehenden Jäger auf die ersten Ausflüge mitzunehmen, wird Kiri unruhig. Immer wieder ruft sie ihre Kinder zur Terrassentür und möchte nicht einsehen, dass wir das Wetter und die Umstände - es ist sehr frostig draußen und der Garten ist fast 15 cm hoch mit Schnee bedeckt - für ungeeignet halten.


Akee und Kiwi (53 Tage alt)

In ihrer Verzweiflung nimmt sie dann Spielzeugmäuse, die zwar die richtige Größe haben, aber weder den richtigen Geruch, noch das entsprechende Verhalten, ganz abgesehen davon, dass man sie nicht fressen kann. Maunzend versucht sie die Aufmerksamkeit ihrer Sprösslinge zu gewinnen, findet aber nur selten Gehör, weil es die quirlige Bande nur mäßig spannend findet, dabei zuzuschauen, wie Mama Stoffmäuse erlegt. Das können sie nämlich selbst schon ganz gut.

Calamondin mit Maus (52 Tage alt)

Regelmäßig werden die Kitten mit einem feinen Kamm gekämmt. Das ist bei dem relativ kurzen und feinen Fell zwar noch nicht nötig, aber was eine Katzen jetzt lernt, wird sie ihr Leben lang nicht vergessen. Vor allem lernen sie das Kämmen, ohne dass es zupf und ziept, als etwas Angenehmes kennen und werden später bereit sein, sich beim Fellwechsel unterstützen zu lassen. Genauso wichtig ist auch, dass die Kätzchen daran gewöhnt werden, überall angefasst zu werden und darauf vertrauen, dass man es gut mit ihnen meint.

Anstelle einer Maus wird die Kugel gefangen

Mittwoch, 19. Dezember 2012

Die Weisheit der Katzen

Beobachtet man Katzen etwas genauer, dann wird man feststellen können, dass sie ausgesprochen intelligent sind. Anders als bei Hunden, zeigt sich das nicht darin, dass sie großen Wert darauf legen, Dinge zu tun, die uns erfreuen. Es gibt zwar in dieser Hinsicht auch einige äußerst gutwillige Katzen, aber für Albernheiten wie Sitz und Platz muss es aus Katzensicht schon gute Gründe wie z.B. etwas Leckeres geben, damit eventuell auch nur darüber nachgedacht wird.

Kiri im Sommerfell

Anders sieht das aus, wenn es um etwas geht, dass einer Katze sehr wichtig ist. Dann offenbart sich dem genauen Beobachter doch einiges. Für eine weibliche Katze gibt es nichts wichtigeres als ihr Nachwuchs, so lange der klein und von ihr abhängig ist. Mal abgesehen davon, dass Katzen längst ausgestorben wären, wenn sie nicht wüssten, dass man Neugeborene von den Fruchthüllen befreien und abnabeln muss, gibt es doch einige über dieses instinktmäßige Wissen hinausgehende Verhaltensweisen, das sehr individuell auftreten und somit nicht durch Instinkte vorgegeben sind.

Kiri mit 3 Tage alten Babys

Kiri ist eine Katzenmutter, die recht genaue Vorstellungen von einem geeigneten Nest hat. Und sie sieht sehr schnell Gefahren auf ihren Nachwuchs zukommen. Eine dieser Gefahren sind die beiden pubertierenden Zweibeiner, die ihrer Meinung nach zu großes Interesse an den Katzenkindern zeigen. Wenn sie sich ruhig und bedacht verhalten und die Intimssphäre der Wurfkiste respektieren, dürfen sie durchaus ihren Nachwuchs bewundern. Meint aber ein 1,90 m großer Jugendlicher vor Begeisterung fast in das Kistchen kriechen zu müssen, so wird erst einmal gemurrt. Auf mich wirkt dieser Ton wie ein ermahnendes Räuspern. Wie Kinder in diesem Alter so sind, wird darauf nicht unbedingt gehört, also muss die besorgte Katzenmutter dem Besucher ein Stück weit entgegengehen und versuchen, ihn freundlich abzuwimmeln. Leider bringt das nicht den erhofften Erfolg, so dass eine andere Lösung her musste. Da Kiri ihren menschlichen Mitbewohner immer wohlwollend gegenübersteht, bot sich ein Umzug in eine schwerer zu belagernde Ecke des Wurfzimmers an, die mit großem Bedacht gewählt wurde. Eine entsprechende Inspektion der gegebenen Möglichkeiten fiel deshalb sehr genau aus. Durch die Ausstattung des Raumes ist das schließlich ausgewählte Eckchen auch von oben geschützt, es ist weich, warm und trocken. Was will man mehr? Dass auch Kiris Geburtshelferin und oberste Dosine nur noch schwer an die Kätzchen rankommt,  stellt für Kiri so gar kein Problem dar.

Kiri fühlt sich wohl mit ihren Früchtchen

Überhaupt sind Umzüge Kiris Spezialität. Beim letzten Wurf hatten die Katzenkinder sich in der dritten Woche einen leichten Darminfekt eingefangen. Kiri hatte das bemerkt, ehe ihren Menschen überhaupt etwas beim Wiegen oder am Verhalten der Kitten aufgefallen war. Sie wurde sehr unruhig und war nur noch mit Putzen beschäftigt. Offensichtlich fand sie es sehr bedenklich, wenn es ihr nicht gelang, die breiigen Hinterlassenschaften völlig zu beseitigen. Immer wenn die Unterlage geruchlich nicht mehr einwandfrei war - und dafür reichten kleinste Spuren - , verlegte sie ihre Kinderstube an einen sauberen Ort. Dieses im Grunde sehr kluge Verhalten hörte erst auf, als auch die letzten Blähungen vorüber waren.


Calamondin und Nashi


Kiris sechs Kitten haben nun eine Größe erreicht, dass es immer wieder eine ganze Weile dauert, bis auch das letzte einen Platz an einer Zitze gefunden hat. Die Suche danach bringt oft viel Protest und Gepiepse mit sich und schnell unzufrieden werdende Kitten wie Calamondin können dabei sehr viel Unruhe verbreiten, so dass keiner entspannt zum Trinken kommt. Eigentlich ist für jeden eine ergiebige Zitze vorhanden, aber manche von Kiris Kindern geben sich eben nicht mit irgendeiner davon zufrieden. Es muss eine bestimmte sein. Kiri wurde das Geschrei und das Gewusel irgendwann zu bunt und sie fand eine sehr gute Lösung. Sie schnappte sich den Schreihals und eine seiner Schwestern und legte sich mit ihnen etwas abseits von den anderen zum Säugen.   

Kiri

Mittwoch, 12. Dezember 2012

Zwei Wochen alt

Akee (13 Tage alt)


Die kleinen Kätzchen aus dem F-Wurf sind nun zwei Wochen alt und es ist eine Freude ihnen beim Wachsen zuzuschauen. Aus kleinen Fellwürstchen, die nur mit Trinken und Schlafen beschäftigt sind, sind richtige Kätzchen in Miniformat geworden. Sie schlafen zwar immer noch viel und trinken ist weiterhin die Lieblingsbeschäftigung, aber zwischendurch gibt es Momente, in denen sie mit großen Augen versuchen, das zu verstehen, was sie sehen. Meist versuchen sie, näher an das unbekannte Objekt heranzukommen. Sehr unsicher sind die Kitten noch im Abschätzen von Entfernungen. Mal wird mit dem Kopf gegen die Wand der Wurfkiste gestoßen, dann wieder versuchen sie nach einem Geschwisterchen zu tatzen, das noch viel zu weit entfernt ist.

Calamondin  (13 Tage alt)

Casana  (13 Tage alt)



Noch sehr wackelig versuchen sich die kleinen Entdecker im Laufen. Auf allen vier Pfötchen zu stehen, schaffen bereits die ersten ein paar zittrige Momente, das Laufen jedoch wirkt noch mehr wie ein Kriechen und sobald ein Pfötchen einmal mutig vom Untergrund abgehoben wird, kippt meist das ganze Kätzchen um. Trotzdem ist nun viel mehr Bewegung in der Wurfkiste und Kiri zieht sich immer wieder für ein Nickerchen vor die Wurfkiste zurück.

Cherimoya  (13 Tage alt)

Kiwi  (13 Tage alt)

Die eigene Wärmeproduktion der Kätzchen kommt auch langsam in Schwung. Anfangs versuchte jedes Kitten möglichst unter seine Geschwister zu kriechen und alle sechs lagen in einem engen Knäuel über und untereinander. Inzwischen suchen die Katzenkinder zwar immer noch den Kontakt zueinander, aber es reicht nun aus dicht nebeneinander zu liegen.

Nashi   (13 Tage alt)

Sonntag, 9. Dezember 2012

Nun erblicken die Früchtchen das Licht der Welt

Der moppelige Akee ist immer noch das schwerste Kitten

Anders als wir Menschen kommen kleine Kätzchen blind und taub zur Welt. Geruch-, Tast- und Wärmesinn sind allerdings gut entwickelt und das reicht aus, um alles zu können, was ein kleines Katzenwesen in den ersten Tagen können muss. Sicher finden sie die Zitzen ihrer Mutter und die Geschwister, um warm und gemütlich zu schlafen. Vom ersten Tag an können die Katzenbabys fremde Gerüche von bekannten unterscheiden und reagieren schon mit Fauchen. Auch Menschen können sie schon am Geruch unterscheiden und bleiben bei Menschen, mit denen sie von Geburt an Kontakt hatten ruhig und gelassen.


Calamondin (11 Tage)

Bei Casana sieht man gut, wie sich von den inneren Augenwinkeln
aus die Augen öffnen

Mit 6-7 Tagen kann man meist schon beobachten, dass die Katzenkinder ihre winzigen Pfötchen ablecken. Putzverhalten ist damit eine der für Katzen typische Verhaltenweisen, die bereits ganz früh gezeigt werden. Da können die etwa 150g schweren Kätzchen weder laufen, noch sitzen und nur unsicher das Köpfchen halten. Umso geschickter versuchen sie dagegen mit kräftigen Grabbewegungen ihrer Vorderbeine die Geschwisterchen von einer begehrten Zitze zu verdrängen. Das wehrt sich natürlich so gut es kann dagegen.

Auch bei Cherimoya wird das Fell an Kopf, Beinen und Schwanz dunkler

Trotz geschlossener Augenlider reagieren die Kitten nach ein paar Tagen auf helles Licht und wenden sich ab, wenn sie geblendet werden. Seit gestern (10. Lebenstag) öffnen sich die Augen einzelner Kätzchen und sie fangen an, ihre kleine, auf die Wurfkiste begrenzte Welt mit den Augen kennenzulernen. Bis sie wirklich Gegenstände mit den Augen erfassen und sogar verfolgen können, werden noch einige Wochen fleißigen Übens vergehen.

Die kleine Kiwi hatte als erste ihr Geburtsgewicht verdoppelt

Alle Kätzchen haben seit gestern ihr Geburtsgewicht mehr als verdoppelt. Kätzchen mit hohem Geburtsgewicht wie Calamondin brauchen dafür meist 1-2 Tage länger als anfängliche Leichtgewichte.


Die kräftige Nashi ist am weitesten entwickelt (Tag 11). Ihre Augen sind fast ganz offen
und sie kann schon gut ihren Kopf halten.

 

Mittwoch, 5. Dezember 2012

Erste Woche

Die kleinen Früchtchen sind nun schon 1 Woche alt und entwickeln sich sehr gut. Seit bei Kiri am zweiten Tag nach der Geburt die Milchproduktion so richtig in Gang kam, nehmen alle Kätzchen etwa 10 Gram pro Tag zu. Jedes der Babys hat Vorlieben für bestimmte Zitzen entwickelt, so dass die anfangs hektische Suche nach einer "Andockstelle" recht zügig vorbei ist. Es werden auch schon kleine Unterschiede und Eigenarten erkennbar.

Calamondin (6 Tage alt)

Calamondin, der kleine Point-Kater, ist das schwerste und stärkste Kitten. Er ist immer mit viel Energie und großer Lautstärke dabei, wenn es darum geht, einen ihm genehmen Platz an der Milchbar oder beim Schlafen zu finden. Am zweiten Tag begannen sich seine Öhrchen mausgrau zu färben. Am sechsten Tag sah man auch an den Beinchen erstes Grau.

Cherimoya (6 Tage alt)

Seine ihm ähnlich sehende Schwester Cherimoya ist ein ruhiges Katzenkind mit einem sehr süßen Gesichtchen. Ohne große Aufregung hat sie immer schnell eine freie Zitze gefunden und lässt es sich dann in aller Ruhe schmecken. So hat sie es still und leise geschafft, vom untersten Platz der Gewichteliste ins Mittelfeld aufzuschließen.

Akee (6 Tage alt)

Akee ist schon jetzt seinem Vater Nidi unglaublich ähnlich. Er hat nicht nur dasselbe sauber gezeichnete Fischgrätmuster, sondern wird wohl auch eine sehr ähnliche Figur bekommen. Er ist etwas weniger langgliedrig als Calamondin, dafür aber sehr kräftig gebaut. Obwohl er bei seiner Geburt 10g weniger wog als Calamondin, hatte er ihn nach sechs Tagen gewichtsmäßig bereits eingeholt.


Kiwi (6 Tage alt)

Das zweite Kätzchen mit einem schwarz-grauen Tigermuster ist die kleine Kiwi. Da sie etwas kleiner ist als ihre Geschwister und wenig Chancen hat, die anderen von ihren Plätzen zu verdrängen, sucht sie sich meist zielsicher einen Platz an der Milchbar, an dem kein anderer ist. Während die anderen sich noch um die begehrten Plätze streiten, trinkt sie schon ungestört. Nur wenn sie von ihrer Mutter geputzt wird, hört man sie laut protestieren.

Nashi (6 Tage alt)
 
Casana (6 Tage alt)

Casana und Nashi sind zwei schwarz-braun gestromte Kätzchen, die sich nicht nur optisch sehr ähnlich sind. Beide haben sehr schön gezeichnete Gesichter mit käftigen Farben. Von ihrer Mutter haben sie die warmen Brauntöne geerbt. Nashi ist ein kräftiges Kitten, das sich auch gegen ihre Brüder durchsetzen kann. Ihre Schwester Casana ist etwas leichter und eher ruhig.

Freitag, 2. November 2012

Familienplanung


Kiri im Winter 2012


Leeloo kurz vor der Geburt ihrer Kitten

Eigentlich sieht mein Vorstellung vom Zuchteinsatz einer Kätzin so aus, dass sie mit über einem Jahr den ersten Wurf bekommt, dann nie mehr als einen Wurf pro Jahr aufzieht und nach 3-4 Würfen kastriert wird und schließlich ein entspanntes Kastratenleben führen darf.

Mit Leeloo war das bisher auch problemlos zu managen. Das Mädel wurde erst mit über einem Jahr das erste Mal rollig und neigte nie zu übermäßig häufigen Rolligkeiten. Dazu kommt bei ihr eine ausgeprägte Winterpause von fast 6 Monaten.

Bei Kiri gestaltete sich das leider von Anfang an nicht so entspannt. Das Kätzchen wurde mit 6 Monaten das erste Mal rollig. Natürlich wurde sie gleich vom Kater getrennt gehalten und nach gut einer Woche war dann alles erst einmal überstanden. Ich hoffte natürlich, dass damit für eine Weile Ruhe wäre, nur leider war dem nicht so.

 


Kiri (Januar 2012)



Kiri mit rundem Bauch im Februar 2012

Es waren nicht ganz 14 Tage rum, da fing der ganze Jammer von neuem an. In Rücksprache mit meiner Tierärztin sahen wir von einem hormonellen Eingriff ab und ließen sie mit dem kastrierten Ayk zusammen, damit durch eine Scheinträchtigkeit bis zur nächsten Rolligkeit ein größerer Zeitraum liegen sollte.

Wirklich erfolgreich war das nicht, obwohl Ayk seine Sache gut machte, denn nach etwas mehr als 3 Wochen war Kiri wieder rollig. Das zog sich so bis in den August, so dass wir beschlossen, sie bereits mit 10 Monaten mit dem potenten Ghandi zusammenzulassen.

Trächtigkeit, Geburt und Aufzucht ihrer Kätzchen (→Celtic-Wurf) verliefen wie im Bilderbuch und als die Kitten 8 Wochen alt waren, gaben wir Kiri die Pille (Poezepill), damit sie die kommenden Monate ohne Rolligkeiten verbringen konnte. Wir gaben das Hormonpräparat nach Anweisung und Kiri schien tatsächlich nicht zur rollen.

Die Tage wurden wieder länger und Leeloo begann im Januar wieder zu rollen, sollte aber erst im Februar gedeckt werden.

Kiri war weiterhin unauffällig bis zu einem denkwürdigen Tag im Februar, als mir Kiris Bauch doch etwas seltsam vorkam. Kiri war innerhalb einer Woche plötzlich immer runder geworden. Die Zitzen sprachen auch eine deutliche Sprache. Kiri hatte offensichtlich trotz Pille still gerollt und war bereits im Januar von Ghandi still und leise gedeckt geworden. So war das ganz und gar nicht geplant gewesen, aber ein Abbruch der Trächtigkeit kam für mich in diesem Stadium der Trächtigkeit nicht in Frage. 

Auch dieses Mal verliefen Trächtigkeit, Geburt und Aufzucht ohne Probleme (→Düfte-Wurf).

 



Kiri mit 3 Tage alten Kätzchen

6 Wochen nach der Geburt gaben wir Kiri wieder die Pille, diesmal jedoch ein anderes Präparat (Perlutex) und in kürzeren Abständen. Das klappte in den nächsten Monaten auch gut und ich beobachtete sehr genau das Verhalten unseres potenten Katers. Ende Juli zeigten sich trotz Pillengabe erste Anzeichen einer Rolligkeit. Also wurden die Abstände der Pillengabe noch etwas verkürzt. Das ging eine Weile gut, bis Kiris wieder Anzeichen von Rolligkeit zeigte und auch unser Kater sehr ihre Nähe suchte. Nun besteht durch die Pillengabe bei Katzen sowieso ein höheres Risiko für Gebärmuttervereiterung.

Kommen noch Rolligkeiten dazu, wird das Risiko nicht kalkulierbar. Wir beschlossen also, die Pille abzusetzen und Kiri bei der nächsten Rolligkeit von Nidi decken zu lassen. Ende September war es dann so weit und 3 Wochen später war an den Zitzen bereits deutlich zu sehen, dass Kiri wieder Nachwuchs erwartet. Wir freuen uns sehr auf den Wurf, da das aber so nicht weitergehen kann, wird Kiri nach diesem Wurf kastriert werden.