Sonntag, 9. Oktober 2011

Nun wird doch genestet


Seit gestern Abend (60.Tag der Trächtigkeit) hat Kiri nun doch ein ausgesprochen großes Interesse an allen dunklen Ecken, Löchern oder höhlenartigen Vertiefungen. Sobald es draußen dunkel wurde, fing sie an, überall den Kopf hinein zu stecken, wo sie ein Versteck vermutete. Vor allem ein großer Kleiderschrank, unter dem sie sich als Kitten oft versteckt hatte, hatte es ihr angetan und sie war sehr unzufrieden damit, dass sie geradeso ihren Kopf drunter stecken konnte, der Rest von ihr aber nicht mehr in die Lücke zwischen Fußboden und Schrankunterseite passte. Selbst unter Decken und Teppiche kroch sie in der Hoffnung, dort das definitive Wurflager zu entdecken. Auch hinter einen großen Standspiegel ging sie immer wieder, weil sie dachte, dahinter ganz geheime Räume zu entdecken.


Im Lauf des Abends legte sich dann ihre Unruhe wieder und am Morgen ließ sie nur eine allgemeine Unzufriedenheit erkennen. Das gewohnte Futter war nicht genehm, mal wollte sie raus, dann wieder reingelassen werden. Zwischendurch fand sie immer wieder ruhigere Momente, in denen sie in der Sonnen lag und sich ausruhte, aber selten länger schlief.


Sobald sie lag, sah man sehr gut, wie sich die Kätzchen in ihrem Bauch bewegten. Offensichtlich war sie davon hin und wieder genervt, denn nach besonders heftigen Bewegungen leckte sie sich intensiv an dieser Stelle oder stand auf und legte sich in einer anderen Position wieder hin. Da sie diese Fressunlust erst seit heute zeigt, bestehen gute Chancen, dass die Kätzchen in den nächsten 24-48 Stunden geboren werden, was auch absolut termingerecht wäre.

Katzenverhalten

Hin und wieder kann man mit mehreren Katzen interessante Szenen beobachten. Leeloo (auf den Bildern immer links) ist eine bald dreijährige Katze, die sehr friedfertig und sanft ist, nie Streit sucht und auch keine Ambitionen hat, in der Rangordnung aufzusteigen.

Miyou (rechts) ist zwar jünger und kastriert, trotzdem aber die ranghöchste Katze in der Gruppe. Sie hatte einen Wurf und ist eine sehr selbstsichere, mutige und durchsetzungsfähige Katze, die so lange freundlich ist, wie ihre Stellung nicht angezweifelt wird. Auf der anderen Seite kümmerte sie sich sehr verantwortungsvoll um ihren Nachwuchs und ist auch bereit, bei fremden Jungtieren für eine gute Erziehung zu sorgen.



Leeloo möchte an Miyou vorbei gehen. Dabei wird sie von Miyou fixiert und reagiert darauf verunsichert. Sie wendet den Blick ab und geht erst einmal nicht weiter, weil sie niemals Miyous höheren Rang anzweifeln würde.


Intensiv riecht sie an einem verdorrten Halm, senkt dabei den Kopf und zeigt so, dass sie kein Interesse an einem Konflikt hat. Miyou akzeptiert das und wendet entspannt mit zurück gelegten Ohren und halb geschlossenen Augen den Kopf zur Seite.


Sichtlich erleichtert geht Leeloo nun weiter, schaut Miyou dabei offen, wenn auch weiterhin mit leicht gesenktem Kopf an und hebt freundlich grüßend den Schwanz. Miyou erwidert den Blick ebenfalls offen und signalisiert dadurch Entspannung.

Freitag, 7. Oktober 2011

Tapfer gekämpft - und doch verloren

Kleine Seele ich lass Dich geh´n,
denn ich weiss wir werden uns wiederseh´n.
Dein Leben hier auf Erden war viel zu schnell vorbei.
Ich liebe Dich, deshalb gebe ich Dich frei.
Dein Leiden hat jetzt ein Ende,
ich übergebe Dich in mächtigere Hände.
Kleine Seele, es tut sehr weh,
doch ich hoffe dass Du gut über den Regenbogen gehst...
Kleine Seele, ich lass Dich geh´n,
denn ich weiss wir werden uns wiederseh´n !



Leider hat unser kleiner Dian seinen Kampf nun doch verloren und ist seinen Geschwistern über die Regenbogenbrücke gefolgt. Er ist uns in der viel zu kurzen Zeit sehr an Herz gewachsen und wir sind unendlich traurig, dass wir nicht erleben dürfen, wie aus ihm ein großer, starker Kater wird.
Mach's gut kleiner Kämpfer!

Der Countdown läuft

Kiri mit Babybauch (9.Woche)

Bei Kiri ist die Trächtigkeit nun schon so weit fortgeschritten, dass die Kätzchen jederzeit zur Welt kommen könnten. In den letzten Tagen ist die zukünftige Katzenmutter sehr rund geworden und lässt es nun etwas gemütlicher angehen. Gefressen wird noch mit gutem Appetit, allerdings sind die Portionen kleiner geworden. Dafür sieht man sie umso häufiger an der Futterschüssel. Es ist schon interessant, wie unterschiedlich bei Katzen der Babybauch aussieht. Leeloo sah aus, als hätte sie einen Ball verschluckt. Bei Kiri verteilt sich alles gleichmäßiger auf die ganze Bauchlänge. Nach einer Faustregel sagt man, dass pro 200g Gewichtszunahme im Schnitt ein Kitten geboren wird. Nach dieser Rechnung müsste Kiri mindestens 5-6 Kätzchen oder sogar mehr zur Welt bringen, denn sie hat fast 1,5 kg zugenommen. Allerdings gibt es auch Katzen, die während der Trächtigkeit ausgesprochen verfressen sind und dadurch vor allem an eigener Körpermasse zulegen. Ich bin gespannt, wie viele Kätzchen bald bei Kiri im Nest liegen.


Mit ihrer Mutter Miyou versteht sich Kiri weiterhin prima

Im Gegensatz zu letzter Woche sind Wurfkisten für Kiri zur Zeit wenig interessant. Wer weiß, vielleicht hat sie sich schon entschieden? Katzen können auf die seltsamsten Ideen kommen, welchen Ort sie für ihre Kitten für den geeignetesten halten. Wir hatten für unseren ersten Wurf eine sehr schöne Wurfkiste bereit gestellt, die die Katzenmutter die ersten Wochen völlig ignorierte und sich den Kleiderschrank als Wurflager wählte. Auch beim zweiten Wurf war die frischgebackene Katzenmutter mit der Wurfkiste nur kurzzeitig einverstanden und zog am zweiten Tag nach der Geburt ihrer Kleinen um. Ich bin gespannt, mit welchen Vorlieben uns Kiri überraschen wird.


Ein seltenes Bild - Kiri in der Wurfkiste

Montag, 3. Oktober 2011

Dian ist ein Kämpfer!

Unser Sorgenkind Dian hatte sich in den letzten Tagen leider eine Erkältung zugezogen. Die Atmung war nicht ganz frei, er nieste öfters und war insgesamt nicht richtig fit. Dadurch mussten wir wieder zufüttern, sonst hätte er nicht ausreichend getrunken. Seit heute geht es ihm wieder sichtlich besser, nur leider ist natürlich bei Leeloo die Milch wieder weniger geworden. Es wäre einfach zu schön gewesen, wenn wenigstens das geklappt hätte. Muttermilch ist immer richtig temperiert, hat die ideale Zusammensetzung und ist keimfrei. Da kommt kein Milchersatz mit. Ganz abgesehen davon, dass es einem kleinen Kätzchen wesentlich besser schmeckt.


Dian ist heute 12 Tage alt und sieht jetzt wie ein Kitten von 2-3 Tagen aus. Das entspricht in etwa dem Alter, das er hätte, wenn er nicht zu früh geboren worden wäre. Die Augen sind noch fest geschlossen und sein Körper ist jetzt vollständig von Fell bedeckt. Kitten, die termingerecht zur Welt kommen, sind mit 12 Tagen deutlich weiter und bei vielen öffnen sich in diesem Alter die Augen.



Wir hoffen sehr, dass Dian weiterhin so kämpft und alle Schwierigkeiten überwindet, so dass er in ein paar Wochen spielend die Welt entdecken kann.

Jetzt ist er da!

Gestern ist der kleine Nidi endlich bei uns eingezogen. Mit seinen 14 Wochen ist er nicht wirklich klein, sondern ein aufgewecktes Jungkaterchen, das vor allem Spielen im Kopf hat. Da seine Züchterin Claudia Westmeier-Heinrich sich selbst einen Eindruck davon machen wollte, wo und wie ihr Liebling leben würde, nahm sie die fast 4 Stunden lange Fahrt auf sich und brachte uns den kleinen Katermann. Damit es ihr auch nicht langweilig wird, hat Nidi ihr ungefähr zweieinhalb Stunden lang die schönsten Katzenarien vorgesungen.



Hier angekommen, wurden alle anderen Vierbeiner ausgesperrt, so dass Nidi den Wohnbereich ungestört erkunden konnte und gemütlich Kaffee getrunken und Kuchen gegessen. Gleich zeigte sich, dass er neugierig, aufgeschlossen und sehr menschenbezogen ist. Sogar auf seinen Namen hört er schon! Daran sieht man, was eine gute Aufzucht ausmacht.


Uuiii- was sind das für riesige Katzen?? Und so lange Schnauzen haben die!


Nach und nach lernte er unsere anderen Fellnasen kennen und zog sich erst einmal beeindruckt auf den Kratzbaum zurück. Vor allem die riesigen Katzen mit den langen Schnauzen, den nach unten fallen Ohren und dem komischen, ewig hin und her pendelnden Schwanz fand er sehr gruselig. Das ist aber auch nicht verwunderlich, denn das waren die ersten Hunde, die Nidi in seinem jungen Leben sah.


Bin ich nicht cool?

Im Lauf des Abends wurde Nidi immer entspannter und seine neuen kätzischen Mitbewohner zeigten sich von ihrer freundlichen Seite.

Mittwoch, 28. September 2011

Dianthus - die Blume Gottes

Als ob wir schon bei der Namensgebung geahnt hätten, dass der kleine Dian etwas ganz Besonderes sein wird, haben wir ihm gleich nach seiner Geburt den Namen "Dianthus" gegeben. Da wir unsere Würfe nach unterschiedlichen Motiven benennen, waren dieses Mal Blumennamen an der Reihe.

Karthäusernelke (Dianthus carthusianorum)

"Dianthus" ist der Gattungsname der Nelken und bedeutet wörtlich übersetzt "Blume Gottes" aus "Dios" für Gott und "Anthos" für Blüte. Die Griechen schon hatten die Nelken aufgrund ihrer Schönheit und ihres Geruchs so bezeichnet. Aus demselben Grund haben wir viele verschiedene Nelkenarten bei uns ausgesät, die von Frühjahr bis Spätsommmer den Garten verschönern. Sie sind außerdem anspruchslos, zäh und werden kaum von Schnecken angefressen.


Sandnelke (Dianthus arenarius)

Für unser kleines Kätzchen scheint dieser Name ein gutes Omen gewesen zu sein, denn seit gestern nimmt er endlich so richtig gut zu und wird an dem Tag, an dem er eigentlich hätte geboren werden sollen, auch ein sehr gutes Gewicht haben. Schön ist auch zu sehen, dass sein winziges Schnäuzchen nun richtig behaart ist und die vorher fast nackten Beinchen unter Ringelsöckchen verschwinden.


Dian mit 7 Tagen

Da er einiges nachzuholen hat, trinkt er so lange an einer Zitze, bis absolut nichts mehr in seinen kleinen Bauch hinein passt und schläft dann, bis wieder Platz für die nächste Portion Milch ist. Offensichtlich hat er nun ein sicheres Gespür dafür, welches die ergiebigsten Zitzen sind.


Lauter Protest, wenn Leeloo falsch liegt