Mittwoch, 26. März 2014

Fünf kleine Japaner sind da


Nachdem Yeli schon am Vortag sehr anhänglich war und sich der runde Babybauch gesenkt hat, setzte heute die Geburt ein. Yeli schien zu wissen, was mit ihr passiert und nach nur 1 Stunde Wehen wurde das erste Kätzchen geboren. Es war die schwarz-braun getigerte Amaya.

Amaya

Anders als bei ihrer ersten Geburt war Yeli ruhig und blieb die ganze Zeit in der Wurfkiste. Sie meisterte alles gekonnt alleine. Da die Kitten in guten Abständen geboren wurden, konnte sie sich in Ruhe um jedes einzelne kümmern.

Nicht ganz eine Stunde später wurde Yumi, ein schwarz-grau getigertes Kätzchen mit weißen Abzeichen geboren.

Yumi

Nicht einmal eine Viertelstunde später, kam Yumis roter Bruder Kenji zur Welt.

Kenji

Für die letzten beiden Katzenkinder ließ Yeli sich wieder etwas mehr Zeit, aber nach insgesamt dreieinhalb Stunden war die Geburt abgeschlossen und Yeli lag mit ihrem Nachwuchs entspannt in der Wurfkiste.

Sayuri (schwarz-grau getigert mit weißen Abzeichen)


Akemi (schwarz-grau getigert mit weißen Abzeichen)


Yeli mit den kleinen Japanern



Dienstag, 18. Februar 2014

Die Japaner kommen!

Nachdem sich der Wurf aus dem letzten Jahr von Yeli und Taran erfreulich gut entwickelt hat, haben wir uns entschlossen, diese Verpaarung zu wiederholen. Taran hat auch noch mal einen großen Entwicklungssprung gemacht und aus dem schlacksigen Jungkater ist ein eindrucksvoller Katermann mit einem vollen Fell geworden.


Taranis von Sinthari (Eltern: Ghandorin von Montareno x Atokirina von Sinthari),
der Vater unseres J-Wurfes

Er zeigt keine typischen Katerallüren und ist freundlich zu allen Damen im Haus, auch zu den kastrierten. Taran ist ein sanfter und unglaublich verschmuster Bursche, dem der Frieden im Haus sehr wichtig ist. Diesen Winter hat er sich einen wirklich dicken Pelz zugelegt, der seine Größe unterstreicht und ihn massiger wirken lässt, als er ist.


Taran ist nun 28 Monate alt.


Yeli, die offiziell Quayeli von Germangora heißt, ist unser buntes Mäuschen. Sie ist eine lebhafte, in der Gruppe aber zurückhaltende Katze mit einem tollen Aussehen. Ihr buntes Mäntelchen strahlt vor allem im Winter in bunten Farben und ist dicht und lang. Ihre Haarstruktur verhindert jegliches Verfilzen, so dass das Fell wirklich pflegeleicht ist. Sie ist eine hingebungsvolle Mutter und wir hoffen, dass auch dieses Mal alles so reibungslos verläuft wie bei ihrem ersten Wurf.


Quayeli von Germangora (Eltern: Noroelle's Baldur x Evita von Germangora).
Noch 5 Wochen



Yeli beginnt nun auch etwas zuzunehmen, was neben den pinkgefärbten Zitzen ein weiteres Anzeichen für eine Trächtigkeit ist. Ihr Appetit ist ausgezeichnet und sie scheint sich sehr wohl zu fühlen.

Da es unser J-Wurf ist, wird Namensthema des Wurfes Japan. Wir haben schon eine lange Liste japanischer Namen ausgesucht, die aber erst nach der Geburt vergeben werden.



Yelis und Taran erster Wurf (2013) mit 4,5 Wochen

Farblich kann es recht bunt werden. Alle Katzenkinder können schwarz-braun getigert sein, die Jungs außerdem rotgetigert und die Mädels schildpatt. Möglich ist auch, dass sie Yelis weiße Abzeichen erben.


Montag, 3. Februar 2014

Ein neues Jahr

Nach einem Sommer mit vielen kleinen Kätzchen sind nun auch die jüngsten zum großen Teil schon ausgezogen. Trotz einiger Dramatik - Leeloo musste unerwartet kastriert werden und Saphira hatte einen Kaiserschnitt - ist die Aufzucht des Nachwuchses sehr gut verlaufen und wir sind mit der Entwicklung der Katzenkinder sehr zufrieden.

Unser I(ndianer)-Wurf mit 4,5 Wochen

Lange waren wir auf der Suche nach einem weiteren Kater, da Taran zwar voraussichtlich noch zwei oder drei Mal Vater werden darf, aber mit den meisten unserer Mädels zu eng verwandt ist. Schließlich sind wir in der Zucht "vom Heidenbrink" fündig geworden. Emilio vom Heidenbrink - Milo genannnt - ist ein Katerchen mit einem sehr schönen Pelzchen in blue silver shaded. Auch sonst hoffen wir in einigen Monaten sehr auf typvolle Nachzucht von ihm.

Milo noch im alten Zuhause (5 Wochen alt)

Der kleine Mann hat sich problemlos in die Katzengruppe eingefügt und ist ein verschmuster und freundlicher Bursche. Seine besondere Freundin ist Inola, die ausdauernd mit ihm tobt und nun endlich einen aktiven Spielpartner hat.


Milo kurz nach seinem Einzug bei uns (fast 13 Wochen alt)

Auf seiner ersten Ausstellung hat sich Milo auch sehr gut geschlagen und wurde gleich Best in Show in der Kittenklasse. Den ganzen Trubel um sich herum beobachtete er anfangs sehr interessiert, aber irgendwann wurde ihm das langweilig und er verschlief den größten Teil des Nachmittages.


Milo (15 Wochen alt)

Donnerstag, 3. Oktober 2013

Unsere Youngstars

Die letzten Würfe bei den Sintharis, aus denen jeweils ein Kitten bei uns bleiben wird, hatten eine Gemeinsamkeit: Die Deckkater sind Söhne von Bär von der Wassermühle, dem letzten potenten Kater aus der Deutsch Langhaarzucht von Renate Aschemeier. Über sie kommt das wertvolle Erbe in unsere Zucht, so dass man von einer echten Erhaltungszucht sprechen kann.

Cheri mit 10 Monaten

Cherimoya von Sinthari ist eine Tochter von Kiri (Atokirina von Sinthari) und Nidi von Germangora. Wir hatten uns sehr gefreut, dass ein Mädel mit Points im Wurf war. Erfreulicherweise hatten sich die Anlagen beider Eltern ausgezeichnet kombiniert, so dass wir mit dem ganzen Wurf und speziell mit Cheri mehr als zufrieden sind.

Cherimoya von Sinthari

Sie hat eine sehr schöne Fellzeichnung (seal tabby points) und ist auch sonst eine typvolle Katze, d.h. die Körperproportionen und die Kopfform sind so, wie man es sich für eine DLH wünscht. Ihr Benehmen gegenüber den älteren Katzen lässt zwar manchmal etwas zu wünschen übrig, aber einer pubertierenden Jungkatze kann man das nachsehen. Die älteren Damen zeigen ihr deutlich, was sie davon halten.

Chini (4 Monate alt)
Aus dem Wurf von Leeloo und Nidi haben wir die kunterbunte Chini (Dalchini von Sinthari) behalten. Das anfangs fast schwarze Katzenbaby entwickelte sich zu einer echten Schönheit mit einem sehr schlnen Verhältnis von schwarzen zu orangenen Flecken. Die Farbe nennt sich black tortie, zu deutsch Schildpatt. Chinis spezielle Gesichtszeichnung lässt ihren Blick besonders intensiv wirken.


Dalchini von Sinthari

Wir sind gespannt, wie sich das Katzenkind entwickeln wird. Altersgemäß hat sie viel Freude am wilden Spiel mit den jüngeren Kitten. Aber sie ist auch sehr menschenbezogen. Sie schmust mit lautem Schnurren und verteilt dabei gerne Küsschen.


Inola (8 Wochen alt)

Für unseren ersten Wurf von Saphira hatten wir uns als Deckkater Nidis Bruder Nanook ausgesucht. Da im Wurf mehrere sehr typvolle Kätzchen sind, fiel es uns sehr schwer, zu entscheiden, wer von den süßen Puschelchen bei uns bleiben darf. Wir entscheiden uns letztendlich für die kleine Inola.


Sie ist ein rauchfarbenes (black smoke) Kätzchen mit viel Fell. Sie scheint ein schön geschwungenes Profil zu bekommen und ein breites Schnäuzchen. Auch die Ohren sitzen am rechten Fleck und wenn sie auch nicht das größte Kätzchen im Wurf ist, so hält sich der Unterschied zu ihren Geschwistern doch sehr in Grenzen.

Wir sind sehr gespannt, wie sie in einem Jahr aussieht und hoffen, dass sie sich bis dahin so entwickelt hat, wie wir uns das wünschen.



Abschied



Seit ein paar Wochen wohnt unser Oberschmuser Nidi nicht mehr bei uns. Es fiel mir sehr schwer, ihn gehen zu lassen. Nidi wurde bei uns Vater von zwei wunderbaren Würfen und ich hatte mir eigentlich noch 1-2 weitere Würfe gewünscht,  nur leider wurde das Verhältnis zu den anderen Katzen immer schwieriger. Mit dem ebenfalls potenten Taran hatte er schon vor einigen Monaten das Kriegsbeil ausgegraben, was nicht gerade seine Beliebheit bei den anderen Katzen steigerte, zu denen Taran ein ausgesprochen gutes Verhältnis hat. Das Ende vom Lied war, dass Nidi den einen Teil des Hauses bewohnte, alle anderen den anderen. Der Garten wurde nur im Schichtbetrieb betreten. Das war nicht nur für die Katzen sehr unschön, sondern auch für uns nicht ganz einfach, weil man ständig aufpassen musste, dass die Türen immer geschlossen waren, da es sonst zu blutigen Auseinandersetzungen kam.




Gewisse Hoffnungen setzte ich auf den Suprelorin-Chip, den wir Nidi im Frühjahr setzen ließen. Es nahm Nidi zwar den hormonellen Stress, aber ganz offensichtlich war die gegenseitige Abneigung so ausgeprägt, dass auch der Chip nichts daran änderte. So konnte es vor allem für Nidi nicht weitergehen. Er ist ein sehr menschenbezogener Kater und wollte natürlich überall mit dabei sein. Irgendwann war dann klar, dass er ein Zuhause verdient hat, wo das möglich ist und wo er in Frieden neue kätzische Beziehungen aufbauen kann. Das war mir weit wichtiger als meine Zuchtpläne.





Ich machte mir viele Gedanken darüber, wie es wohl werden würde, wenn Nidi mit einer fremden Katze vergesellschaftet wird. In meiner Vorstellung malte ich mir Schlimmes aus. Umso größer war meine Erleichterung, als es dann schließlich so weit war und alles viel einfacher war als befürchtet. Schon wenige Tage nach seinem Einzug im neuen Zuhause konnte Nidi ohne Trenngitter seiner vierbeinigen Mitbewohnerin begegnen und es geschah nichts von dem, was ich befürchtet hatte. Man war zwar misstrauisch und es wurde etwas verunsichert gefaucht, aber das war es dann auch schon.



Die Herzen seiner neuen Menschen eroberte Nidi im Sturm und die Hündin, die auch dort lebt, wurde schnell zu einer guten Freundin. Zur Katzendame des Hauses wird vorsichtig eine Beziehung aufgebaut und zur Freude aller verläuft dies friedlich.

Montag, 30. September 2013

Ein Kitten-Sommer geht zuende

Die Würfe dieses Jahres sind alle dem Babyalter entwachsen und zum Teil auch schon ausgezogen. Die Gewürze-Kätzchen sind schon 20 Wochen alt und aus tapsigen Katzenkindern sind elegante Jungkatzen und -kater geworden. Von den Potterchen, die nun 14 Wochen alt sind, werden uns Rubeus und Armando in ein paar Tagen verlassen, Lily und Filius leben schon zusammen in Berlin.

Armando

Rubeus

Armando und Rubeus sieht man sofort an, dass sie Brüder sind. Obwohl Armando in den letzten Wochen großen Appetit hatte und es darauf anzulegen schien, den großen Filius einzuholen, ähnelt er immer noch sehr Rubeus. Auch wenn man seinen Bruder sofort an den weißen Söckchen und der etwas helleren Fellfarbe von ihm unterscheiden kann, sind sich die beiden hüschen Jungs sehr ähnlich. Auch vom Temperament liegen die beiden auf einer Wellenlänge, so dass es mich sehr freut, dass sie zusammenbleiben werden. Beide haben viel Spaß an wilden Jagd- und Raufspielen und gallopieren oft wie kleine Pferdchen durch die Wohnung. Armando ist hin und wieder etwas wehleidig und protestiert schon laut, bevor es weh tun könnte.

Filius

Lily

Der größte und schwerste des munteren Quartetts ist inzwischen Filius. Ich hatte noch kein Kitten, das so schnell so groß und schwer geworden ist. 2,4 kg mit 14 Wochen sind schon ordentlich! Er kommt sehr nach seinem Vater Taran. Wie er ist er ein sanfter und gemütlicher Bursche, der sicher einmal ein großer Kater werden wird.

Lily ist das Gegenteil zu Filius. Sie wird einmal ihrer Mutter Yeli ähnlich sehen. Sie ist ein nicht sehr großes, aber stämmiges Mädel, das auch Yelis Temperament geerbt hat. Sie hat kein Problem damit, mit ihren Brüdern zu toben und ist sehr neugierig.

Der Indianer-Wurf, der einen etwas dramatischen Start hatte, hat sich ausgezeichnet entwickelt und auch Saphira hatte sich schnell von den Strapazen erholt und ihre große Kinderschar mit Hingabe groß gezogen. Jetzt sind die Indianerchen fast 9 Wochen alt und haben das ganze Haus erobert.

Indianer-Wurf mit 6,5 Wochen

Die sieben Kätzchen bezaubern mich ganz besonders durch ihr sehr anhängliches und ausgesprochen menschenorientiertes Wesen. Die meisten lassen sich sehr gerne tragen und kommen von sich aus und miauen, wenn sie hochgenommen werden wollen. Angst scheinen sie nicht zu kennen und gehen auf Neues neugierig zu. Auch Besuch wird schnell auf seine Tauglichkeit, ein Spieli zu bedienen oder mit der Spielangel umzugehen getestet.

Lesharo

Von klein auf ist Lesharo der Oberschmuser. Er konnte noch nicht laufen, da hat er einem das Bäuchlein zugedreht und es genossen, gestreichelt zu werden. Er ist auch ein unternehmungslustiges Katerchen, das stets vorne weg ist, wenn es darum geht, ein neues Spielzeug zu untersuchen und unbekanntes Terrain zu erobern.

Ishani

Die gesprächige Ishani ist der Liebling unserer Kinder. Hört man irgendwo ein Kätzchen rufen, dann kann man ziemlich sicher sein, dass das Ishani ist, die Gesellschaft haben möchte und einfach nur kundtut, wo sie ist. Sie ist ein verspieltes und aufgewecktes Katzenkind, das viel erleben möchte.

Macawi

Macawi kam als achtes Kätzchen per Kaiserschnitt zur Welt. Die Anstrengung der langen Geburt und der OP waren ihm deutlich anzumerken und es dauerte 1-2 Tage, bis er sich gegen seine zahlreichen Geschwister an der Milchbar behaupten konnte. Er war das einzige Indianerchen, das in den ersten Wochen regelmäßig zugefüttert wurde, damit er den Rückstand aufholen konnte. Heute ist ihm davon gar nichts mehr anzumerken. Vor allem als er entdeckt hatte, dass er sich an der Futterschüssel selbst bedienen kann, überholte er nach und nach seine Schwestern. Aus dem anfangs sehr nach Kurzhaarkatze aussehenden Katzenbaby ist das wuscheligste Kätzchen des Wurfes geworden. Wie sein Bruder Lesharo ist er ein ausgesprochen kontaktfreudiger Junge, der es schnurrend genießt, mit seinen Menschen zu kuscheln.

Inola

Die kleine Inola wird auch in Zukunft bei den Sintharis bleiben. Sie ist zwar bis jetzt kein großes Kätzchen, dafür aber umso typvoller. Sie zeigt einen sehr schönen, hellen Smokeanteil und wird einmal einen vollen und langen Pelz tragen. Sie hat selten zu etwas anderem als zum Spielen Zeit und jagt begeistert mit den anderen Katzenkindern durch die Wohnung.

Winona

Winona - die Erstgeborene - war lange Zeit das größte und schwerste Kätzchen des Wurfes, bis sie mit 5 Wochen von Lesharo überholt wurde. Sie ist ein eher ruhiges Katzenkind, das sich erst einmal im Hintergrund hält und beobachtet, wenn sich ihre Geschwister neugierig nach vorne drängen. Dank ihres kräftigen Körperbaus ist es ihr kein Problem, sich durchzusetzen, wenn ihr etwas wichtig ist. Sie scheint die Dinge allerdings erst zu überdenken, ehe sie aktiv wird.

Nitika

Nitika ist ein kräftiges Mädel mit einem sehr schönen Black Smoke. Sie wird später einmal eine große, kräftige Rauchkatze mit einem kontrastreichen Fell sein. Jetzt ist sie ein verspieltes Katzenkind, das am liebsten Fangen mit ihren Brüdern spielt.

Nayeli

Nayeli, die ihren Namen "ich liebe Dich" durch ihre anschmiegsame und sehr liebenswerte Art alle Ehre macht, ist ein sehr hübsches Katzenkind. Lange war ich unschlüssig, ob sie oder Inola bei uns bleiben wird. Durch ihr Aussehen und ihre ganze Art kann man sie nicht mit ihren Brüdern verwechseln. Ich bin gespannt, wie sie sich entwickeln wird.

Freitag, 2. August 2013

Geburt mit Hindernissen

Nayeli (Kätzin), 1 Tag alt

Am Mittwoch den 31.Juli konnte man bereits morgens bei Saphira deutliche Anzeichen erkennen, dass es nun nicht mehr lange bis zur Geburt ihres ersten Wurfes dauern würde. Sie war sehr anhänglich und besuchte auffallend oft das Katzenklo. Ihr wirklich sehr runder Bauch stand nun nicht mehr wie ein praller Luftballon nach beiden Seiten ab, sondern hatte sich deutlich nach unten gesenkt. Immer wieder lag sie für eine Weile in der Wurfkiste, schien aber irgendwie unzufrieden und legte sich dann wieder an andere Plätze.

Inola (Kätzin), 1 Tag alt

Am späten Nachmittag kurz vor 18 Uhr waren erste leichte und vereinzelte Wehen zu erkennen. Sie kamen sporadisch, ließen dann wieder für eine Weile nach und setzten nach 22 Uhr wieder ein. Nun kamen sie immer kräftiger und regelmäßiger und Saphira verließ die Wurfkiste nicht mehr. Das erste Kätzchen, ein weißes Mädel, wurde kurz nach Mitternacht geboren. Bis um 3:00 Uhr folgten fünf weitere Geschwister. Dann tat sich eine ganze Weile nichts mehr, obwohl man gut fühlen konnte, dass noch weitere Kätzchen zu erwarten waren.

Lesharo (Kater), 1 Tag alt

Es wurde draußen schon hell, als wieder die Wehen einsetzen. Ab kurz nach 5 Uhr waren sie kräftig und regelmäßig und Saphira schien in der Pause wieder Kraft geschöpft zu haben. Nur leider wurde kein Kitten geboren. Da schnell klar war, dass irgendetwas nicht stimmte, rief ich kurz nach 6 Uhr meine Tierärztin an und war um 7 Uhr mit Saphira und ihren Babys in der Praxis.

Ishani (Kätzin), 1 Tag alt

Saphira wurde geröntgt und auf dem Röntgenbild war sofort zu erkennen, dass noch 2 Kitten geboren werden mussten, eines der beiden aber den Ausgang versperrte, weil es nicht in der richtigen Geburtsposition ins Becken eingetreten war. Normalerweise geschieht das bei Katzen mit dem Schnäuzchen oder mit dem Hinterteil voraus. Kitten Nr.7 war jedoch mit dem Hinterkopf zuerst gegen den Ausgang bewegt worden und passte so nicht durch.

Macawi (Kater), 1 Tag alt

Ein Kaiserschnitt war also erforderlich und alles wurde sofort vorbereitet. Es dauerte nicht lange, da konnte ich Nr. 8, ein weißes Katerchen, zum Trockenrubbeln in Empfang nehmen, dem man die Strapazen deutlich ansah.  Für Nr.7, der den Weg versperrt hatte, konnte traurigerweise nichts mehr getan werden. Das Katerchen in black silver tabby war schon vor der Operation nicht mehr am Leben gewesen.

Nitika (Kätzin), 1 Tag alt

Eine halbe Stunde später durfte die wieder wache Saphira ihre Kätzchen in Empfang nehmen und es dauerte nur ein paar Minuten, bis sie bei ihr nuckelten. Saphira war noch etwas unsicher auf den Beinen, schien sich aber beim Anblick ihres Nachwuchses zu entspannen. Da alles gut verlaufen war, konnten ich die frischgebackene Katzenmutter mit ihren Kindern wieder mit nach Hause nehmen.

Winona (Kätzin), 1 Tag alt

Zuhause angekommen legte sich Saphira sofort zu den Neugeborenen in die Wurfkiste, putzte sie und schnurrte, als sie bei ihr nach den Zitzen suchten. Ich war so froh, dass sie die ganze Aufregung und die Operation so gut weggesteckt hatte.

Glücklich wieder Zuhause nach der OP

Zwei Tage später kann man nur Erfreuliches berichten. Spahira hat alles ausgezeichnet verkraftet und ist eine sehr liebevolle, entspannte und fürsorgliche Mutter, die auch nichts dagegen hat, wenn die anderen Katzen vorsichtig in die Wurfkiste schauen. Die Milch fließt nun reichlich, so dass die Kitten gut zunehmen. Auch das letztgeborene weiße Katerchen hat sich sehr gut von der strapaziösen Geburt erholt und steht seinen Geschwistern an Vitalität und und auch von seinem Gewicht her in nichts nach. Er wurde zwar am ersten Tag mit Aufzuchtmilch zugefüttert, weil er es schwer hatte, eine Zitze zu ergattern, das ist nun aber nicht mehr nötig.

Ich hoffe sehr, dass es mit den kleinen Indianern so gut weitergeht.