Sonntag, 9. Dezember 2012

Nun erblicken die Früchtchen das Licht der Welt

Der moppelige Akee ist immer noch das schwerste Kitten

Anders als wir Menschen kommen kleine Kätzchen blind und taub zur Welt. Geruch-, Tast- und Wärmesinn sind allerdings gut entwickelt und das reicht aus, um alles zu können, was ein kleines Katzenwesen in den ersten Tagen können muss. Sicher finden sie die Zitzen ihrer Mutter und die Geschwister, um warm und gemütlich zu schlafen. Vom ersten Tag an können die Katzenbabys fremde Gerüche von bekannten unterscheiden und reagieren schon mit Fauchen. Auch Menschen können sie schon am Geruch unterscheiden und bleiben bei Menschen, mit denen sie von Geburt an Kontakt hatten ruhig und gelassen.


Calamondin (11 Tage)

Bei Casana sieht man gut, wie sich von den inneren Augenwinkeln
aus die Augen öffnen

Mit 6-7 Tagen kann man meist schon beobachten, dass die Katzenkinder ihre winzigen Pfötchen ablecken. Putzverhalten ist damit eine der für Katzen typische Verhaltenweisen, die bereits ganz früh gezeigt werden. Da können die etwa 150g schweren Kätzchen weder laufen, noch sitzen und nur unsicher das Köpfchen halten. Umso geschickter versuchen sie dagegen mit kräftigen Grabbewegungen ihrer Vorderbeine die Geschwisterchen von einer begehrten Zitze zu verdrängen. Das wehrt sich natürlich so gut es kann dagegen.

Auch bei Cherimoya wird das Fell an Kopf, Beinen und Schwanz dunkler

Trotz geschlossener Augenlider reagieren die Kitten nach ein paar Tagen auf helles Licht und wenden sich ab, wenn sie geblendet werden. Seit gestern (10. Lebenstag) öffnen sich die Augen einzelner Kätzchen und sie fangen an, ihre kleine, auf die Wurfkiste begrenzte Welt mit den Augen kennenzulernen. Bis sie wirklich Gegenstände mit den Augen erfassen und sogar verfolgen können, werden noch einige Wochen fleißigen Übens vergehen.

Die kleine Kiwi hatte als erste ihr Geburtsgewicht verdoppelt

Alle Kätzchen haben seit gestern ihr Geburtsgewicht mehr als verdoppelt. Kätzchen mit hohem Geburtsgewicht wie Calamondin brauchen dafür meist 1-2 Tage länger als anfängliche Leichtgewichte.


Die kräftige Nashi ist am weitesten entwickelt (Tag 11). Ihre Augen sind fast ganz offen
und sie kann schon gut ihren Kopf halten.

 

Mittwoch, 5. Dezember 2012

Erste Woche

Die kleinen Früchtchen sind nun schon 1 Woche alt und entwickeln sich sehr gut. Seit bei Kiri am zweiten Tag nach der Geburt die Milchproduktion so richtig in Gang kam, nehmen alle Kätzchen etwa 10 Gram pro Tag zu. Jedes der Babys hat Vorlieben für bestimmte Zitzen entwickelt, so dass die anfangs hektische Suche nach einer "Andockstelle" recht zügig vorbei ist. Es werden auch schon kleine Unterschiede und Eigenarten erkennbar.

Calamondin (6 Tage alt)

Calamondin, der kleine Point-Kater, ist das schwerste und stärkste Kitten. Er ist immer mit viel Energie und großer Lautstärke dabei, wenn es darum geht, einen ihm genehmen Platz an der Milchbar oder beim Schlafen zu finden. Am zweiten Tag begannen sich seine Öhrchen mausgrau zu färben. Am sechsten Tag sah man auch an den Beinchen erstes Grau.

Cherimoya (6 Tage alt)

Seine ihm ähnlich sehende Schwester Cherimoya ist ein ruhiges Katzenkind mit einem sehr süßen Gesichtchen. Ohne große Aufregung hat sie immer schnell eine freie Zitze gefunden und lässt es sich dann in aller Ruhe schmecken. So hat sie es still und leise geschafft, vom untersten Platz der Gewichteliste ins Mittelfeld aufzuschließen.

Akee (6 Tage alt)

Akee ist schon jetzt seinem Vater Nidi unglaublich ähnlich. Er hat nicht nur dasselbe sauber gezeichnete Fischgrätmuster, sondern wird wohl auch eine sehr ähnliche Figur bekommen. Er ist etwas weniger langgliedrig als Calamondin, dafür aber sehr kräftig gebaut. Obwohl er bei seiner Geburt 10g weniger wog als Calamondin, hatte er ihn nach sechs Tagen gewichtsmäßig bereits eingeholt.


Kiwi (6 Tage alt)

Das zweite Kätzchen mit einem schwarz-grauen Tigermuster ist die kleine Kiwi. Da sie etwas kleiner ist als ihre Geschwister und wenig Chancen hat, die anderen von ihren Plätzen zu verdrängen, sucht sie sich meist zielsicher einen Platz an der Milchbar, an dem kein anderer ist. Während die anderen sich noch um die begehrten Plätze streiten, trinkt sie schon ungestört. Nur wenn sie von ihrer Mutter geputzt wird, hört man sie laut protestieren.

Nashi (6 Tage alt)
 
Casana (6 Tage alt)

Casana und Nashi sind zwei schwarz-braun gestromte Kätzchen, die sich nicht nur optisch sehr ähnlich sind. Beide haben sehr schön gezeichnete Gesichter mit käftigen Farben. Von ihrer Mutter haben sie die warmen Brauntöne geerbt. Nashi ist ein kräftiges Kitten, das sich auch gegen ihre Brüder durchsetzen kann. Ihre Schwester Casana ist etwas leichter und eher ruhig.

Dienstag, 4. Dezember 2012

Kiwano

Kiwano

Freude und Leid liegen manchmal ganz nah beieinander. Der kleine Kiwano hatte bei seiner Geburt etwas mehr Schwierigkeiten als seine Geschwister. Da er nur schwer Luft bekam, hatte ich ihn abgesaugt, damit kein Fruchtwasser in der Lunge die Atmung behindert. Danach dauerte es nicht lange, dass er deutlich aktiver wurde und auch bei Kiri trank. In der nächsten Nacht waren dann wieder leichte Geräusche beim Atmen zu hören. Bis zum Morgen verschlechterte sich sein Zustand deutlich und obwohl er gleich morgens ein Breitbandantibiotikum bekam, ist er am Nachmittag über die Regenbogenbrücke gegangen. Wir sind sehr traurig, dass das kleine Katzenkind nur so kurz bei uns sein durfte.


Donnerstag, 29. November 2012

Eine reiche Ernte - die Früchtchen sind da!

Gestern war es endlich so weit. Pünktlich zum errechneten Termin sind Kiris Kitten angekommen. Schon den ganzen Tag über war Kiri ausgesprochen anhänglich. Abends wich sie mir nicht mehr von der Seite. Ich machte es mir also auf dem Sofa gemütlich, so dass sich Kiri die meiste Zeit auf meinem Schoß liegen konnte. Hin und wieder wurde ihr zu warm, so dass sie sich neben mich legte. Da sie kaum schlief und immer wieder die Position wechselte, vermutete ich, dass die Eröffnungsphase der Geburt schon begonnen hatte. Es wäre schön, wenn das bei uns Menschen auch so leicht und ohne größere Schmerzen verlaufen würde.

Es zeigte sich, dass ich mit meiner Einschätzung genau richtig lag. Kurz vor 23 Uhr ging mit den ersten deutlich spürbaren Wehen Fruchtwasser aber. Kiris ließ sich bereitwillig auf ihr Wurflager verfrachten. Nicht lang danach wurde das erste Kätzchen mit dem Kopf voran geboren. Zu unserer Freude war gleich das Erstgeborene ein fast weißes Mädel. Katzen mit dem Farbtyp Point, der typisch für Colourpoint Perser, Hl. Birma, Neva Maskerade und Siamkatzen ist, werden fast weiß geboren und die eigentliche Fellfarbe entwickelt sich in den folgenden Wochen an den äußeren, kühleren Körperpartien.

Cheri und Bruder Akee
Ich hatte so auf ein Kitten in Point gehofft. Da theoretisch die Wahrscheinlichkeit dafür bei dieser Verpaarung jedoch nur 1 : 3 betrug, hatte ich mir keine großen Chancen ausgerechnet, dass ein Kitten in dieser Farbe auch noch ausgerechnet ein Mädel sein würde. Ich bin jetzt natürlich sehr gespannt, wie sich die kleine Cherimoya weiterentwickeln wird.

Die nächsten vier Geschwister folgten zügig. Für Kiri waren es leichte Geburten und sie bewältigte alles alleine, so dass wir nur gespannt dabei saßen und uns über die Neugeborenen freuten. Die Geburtsgewichte lagen alle im Normalbereich und keines der kleinen Mäuschen hatte größere Startschwierigkeiten. Nach einer etwas längeren Pause wurden zwei weitere Kätzchen geboren, so dass am Ende 7 kleine Katzenkinder in der Wurfkiste lagen. Es sind nun 1 Kätzchen und 2 Katerchen in seal tabby point (2 in mackerel, 1 in classic) und 3 Kätzchen und 1 Katerchen in black tabby, davon 2 Mädels mit classic Musster.

Kiri...

... und ihre sieben kleinen Früchtchen am Tag 1

  

Sonntag, 25. November 2012

Es wird spannend

In der 9. Woche trächtig
 
Kiri geht noch gerne nach draußen

Der Geburtstermin unseres F-Wurfes rückt immer näher. Heute ist der 60.Tag von Kiris Trächtigkeit und die Kätzchen wären überlebensfähig, wenn sie heute zur Welt kommen würden. Bis jetzt scheinen sie sich jedoch noch sehr wohl in Kiris Bauch zu fühlen. Ihre Aktivitäten sind nun deutlich durch Kiris Bauchdecke hindurch zu sehen.

Kiri geht es weiterhin sehr gut. Sie frisst immer noch gut, ruht nun aber viel, weil der Bauch doch recht groß und schwer ist. Man merkt schon deutlich, dass das Gesäuge größer wird und sich darauf vorbereitet, kleine Katzenkinder zu ernähren. Das lange Fell um die Zitzen herum habe ich etwas gekürzt, damit die Katzenbabys die Milchquelle leicht finden.

Kiri geht selten in ihre Wurfkiste, wirft aber auf alle anderen einen mehr als kritischen Blick, wenn die sie in Beschlag nehmen. Es schläft sich einfach sehr weich und kuschelig darin. Ich bin gespannt, ob Kiri in den ersten Wochen nach der Geburt wieder alle anderen aus der Nähe der Wurfkiste verscheucht.


Der Bauch wird auch draußen bequem gelagert

Freitag, 16. November 2012

Noch zwei Wochen

Kiri sonnt sich

Rein rechnerisch müssten in nicht ganz zwei Wochen Kiris Kätzchen geboren werden. Für mich ist das immer die aufregendeste Zeit. Liegt Kiri entspannt auf der Seite, kann man jetzt häufig sehen, dass sich die Ungeborenen in ihr bewegen. Es sieht aus, als würde man leicht die Finger unter einer Bettdecke bewegen. Die kleinen Kätzchen sind nun ungefähr 8 cm lang und sehen ganz ähnlich aus wie kurz nach der Geburt, nur eben kleiner. Das Fell bedeckt schon als kurzer Flaum fast den ganzen Körper. Man könnte jetzt sogar schon erkennen, welche Farbe und welches Muster die Kätzchen haben. Augen und Ohren sind fest verschlossen. Würden sie jetzt zur Welt kommen, dann wären sie nicht lebensfähig, weil die Lungen noch nicht ganz ausgereift sind. Auch die Reflexe wären nicht ausreichend weit entwickelt, damit die Kleinen Nahrung aufnehmen könnten. Die schlimmen Erinnnerungen an Leeloos Frühgeburt machen mich vor allem in der 8.Woche ganz nervös. Die Entwicklung von Katzenkindern ist ein so komplexer Prozess, dass es mir wie ein kleines Wunder erscheint, dass meistens alles gut verläuft und am Ende kleine, gesunde Kätzchen im Nest liegen.


Kiri mit 2 Tage altem Nachwuchs


Kiri dagegen scheint sich keinerlei Sorgen zu machen und lässt es sich gut gehen. Sie hat weiterhin einen gesunden Appetit und freut sich über das leckere und abwechslungsreiche Futter. Sie döst viel auf ihren Lieblingsplätzen und schaut sehr zufrieden drein. Hin und wieder inspiziert sie die vor zwei Tagen aufgestellte Wurfkiste und wühlt die Decken um.
In den nächsten Tagen werde ich versuchen, Kiris langes Fell am Bauch etwas zu kürzen, damit die kleinen Kätzchen leichter die Milchbar finden. Erfahrungsgemäß wird das am Ende der Trächtigkeit kein Problem sein, im Moment mag Madame Kiri jedoch nicht am Bauch angefasst werden. Umso lieber kommt sie aber aufs Sofa, um beschmust zu werden.


Hier sieht man schön Kiris warme Goldtöne

Sonntag, 11. November 2012

Der Bauch wächst

Nun sind es nicht mehr ganz 3 Wochen, bis wir unseren F-Wurf erwarten. Kiri ist schon ordentlich rund, so dass sie sehr trächtig aussieht. Sie bekommt über den ganzen Tag verteilt Futter angeboten und darf so viel fressen wie sie möchte. Man merkt ihr allerdings an, dass nicht mehr ganz so viel auf einmal reinpasst. Sie frisst nun kleinere Mengen, dafür aber häufiger als sonst. Jeden Tag bekommt sie neben dem Dosenfutter Dinge, die sie besonders gerne mag, wie Seelachs oder Hühnerbrust. Ich achte bei ihr noch mehr als bei den anderen Katzen darauf, dass sie hochwertiges Feuchtfutter und einen gewissen Anteil an Frischfleisch frisst, das zusätzlich mit Mineralstoffen, Taurin und Vitaminen ergänzt wurde.

Der Bauch wird größer

Abends kann man bei Kiri schon seit einer Weile beobachten, dass sie von dunklen Ecken und Höhlen wie magisch angezogen wird und zumindest ihren Kopf hineinstechen muss. Eine der Höhlen im Kratzbaum wird auch regelmäßig darauf untersucht, ob sie sich nicht vielleicht doch erweitern lässt. Ich werde wohl in den den nächsten Tagen die Wurfkiste ins Wohnzimmer stellen, damit Kiri sich damit beschäftigen kann.

Kiri

Gegenüber den anderen Katzen tritt Kiri sehr selbstbewusst auf und verhält sich wie eine "Queen". Ich finde es sehr treffend, dass Zuchtkatzen auf Englisch so bezeichnet werden. Vor allem die Kater und Jungkatzen sind sehr beeindruckt von ihr und gehen sofort zur Seite, wenn Kiri ihnen entgegen kommt. Miyou schaut großzügig über diese Wichtigtuerei hinweg und ist wie immer freundlich zu Kiri. Nur Leeloo ärgert sich über Kiris Verhalten und lässt sich regelmäßig auf Diskussionen ein.

Ein kritischer Blick

Ihren Menschen gegenüber ist Kiri dafür um so verschmuster, und sie tretelt mit Hingabe auf ihren Bediensteten, wenn sich mal jemand auf's Sofa niedergelassen hat. Dann möchte sie ausgiebig gekrault und gestreichelt werden - aber bitte nicht am Bauch. Der ist ihr heilig! Lange hält sie es aber auf ihrer warmen Unterlage nicht aus. Dann wird ihr zu warm und sie legt sich lieber der ganzen Länge nach auf den Glastisch oder den kühlen Holzfußboden.

Kiri besitzt ein sehr typvolles Profil